Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
WWF: Oberösterreich beim Luchs-Schutz am richtigen Weg
Presseaussendung
WWF: Oberösterreich beim Luchs-Schutz am richtigen Weg
Wien, am 16. Februar 2017 – Der WWF begrüßt das heute in Linz vorgestellte EU-geförderte „Pro Luchs“ – Projekt des Landes Oberösterreich. „Mit dem neuen Projekt setzt Oberösterreich seine Vorreiterrolle für den Schutz der Luchse in Österreich konsequent fort. Das Monitoring liefert aktuelle und verlässliche Daten über den Zustand und die Probleme der Luchspopulation und bildet die Basis für wichtige Entscheidungen“, freut sich Christian Pichler, WWF-Luchsexperte. So könne künftig etwa die Reviergröße eines Luchses bestimmt werden oder man erhalte Hinweise auf den Inzuchtfaktor. Für das Monitoring stehen nun ausreichende finanzielle Mittel und Fachleute zur Verfügung – aus Sicht des WWF bedeutende Schritte in Richtung eines besseren Schutzes der Pinselohren.
Für ein konfliktfreies Zusammenleben des Menschen mit großen Beutegreifen wie dem Luchs braucht es eine sachliche Auseinandersetzung aller Interessensgruppen, beispielsweise viel Austausch und Kommunikation zwischen den Naturschutzbehörden und der Jägerschaft. Nur wenn es gelingt, die zahlenmäßig sehr kleine Luchspopulation aufzustocken – durch die Freilassung neuer Luchse – und die Wilderei einzudämmen, kann die Art dauerhaft überleben.
Luchse zählen in einigen Ländern Europas zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten. In Österreich leben derzeit in der erweiterten Region um den Nationalpark Kalkalpen zumindest fünf Luchse – zwei Männchen und drei Weibchen. Sie alle entstammen dem ambitionierten Bestandstützungsprojekt des Nationalparks. Auch auf der österreichischen Seite des Böhmerwaldes und des Mühlviertels und im Waldviertel kommen einzelne Luchse vor; insgesamt etwa fünf bis zehn. "Leider sind in den letzten sieben Jahren aber auch regelmäßig Luchse verschwunden; allein fünf im Nationalpark Kalkalpen. Das unterstreicht, dass das Monitoring der Tiere auch zu ihrem eigenen Schutz nicht zu unterschätzen ist“, erklärt Pichler. Nur in zwei Fällen der Wilderei an Luchsen ist es bislang zu einer Verurteilung gekommen, so der WWF-Experte abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17 -250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken












