95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
WWF Österreich: Neue Umfrage zeigt überwältigende Mehrheit für Pfandsystem
Wien, am 10. März 2020. In einer neuen Umfrage befürworten überwältigende 83 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Einführung eines Pfandsystems. „Die Bundesregierung muss rasch und konsequent handeln. Wir brauchen effiziente Mehrwegsysteme und ein Pfand auf Einwegprodukte, damit deutlich weniger Müll in die Umwelt gelangt“, fordert WWF-Expertin Elisa Gramlich anlässlich der repräsentativen Umfrage, die YouGov für die Changing Markets Foundation und GLOBAL 2000 unter 1.000 Online-Befragten durchgeführt hat. „Wir müssen die Kreislaufwirtschaft auf allen Ebenen massiv unterstützen. Neben Pfandsystemen braucht es dafür verbindliche Mehrwegquoten, Anreize für Mehrwegverpackungen sowie eine gut sichtbare Kennzeichnung von Mehrwegflaschen. Die Politik muss die Konsument*innen stärker unterstützen, damit es eine echte Wahlfreiheit gibt“, sagt Gramlich.
Auch eine im Februar publizierte Studie der Bundesregierung zu Pfandsystemen identifiziert Mehrweglösungen und Pfandsysteme als effizienteste Mittel gegen Verpackungsmüll und für die Erhöhung von Sammel- und Recyclingquoten. „Mit einem großen Wurf könnte Österreich nicht nur die EU-Vorgaben erfüllen, sondern auch zu den weltweiten Vorreiterländern aufsteigen. Diese Chance müssen wir nützen“, sagt Gramlich. 86 Prozent der Befragten fordern, dass mehr für die Reduzierung von Plastikverschmutzung unternommen werden muss. 93 Prozent meinen, dass Unternehmen mit hohem Plastikverbrauch (z.B. Kunststoffhersteller oder Unternehmen, die ihre Produkte in Plastik verpackt verkaufen) auch einen Beitrag zur Entsorgung bzw. Aufbereitung des Plastikmülls leisten sollen.
Den Link zur Umfrage finden Sie hier (Alle Zahlen sind, sofern nicht anders angegeben, von YouGov Plc. Die Gesamtstichprobengröße betrug 1.000 Erwachsene. Die Erhebung wurde vom 4. bis zum 11. Februar 2020 durchgeführt und online abgewickelt. Die Zahlen wurden gewichtet und sind repräsentativ für alle österreichischen Erwachsenen (ab 18 Jahren).
Rückfragehinweis:
WWF Österreich, Mag. Volker Hollenstein, Leiter Politik & Kommunikation;
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Neue Studie: Ökonomin Stagl warnt vor Budgetrisiken durch fehlende Klimapolitik
Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
WWF-Erfolg: WWF weitet Monitoring von Seeadlern aus
So viele besenderte Seeadler wie noch nie zuvor helfen dem WWF, die Rückkehr der Art zu begleiten. Die Daten liefern spannende Einblicke und zeigen, welche Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind.
Wappentier im Aufwind: WWF weitet Seeadler-Monitoring aus
22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele













