Trockenheit bremst Stromproduktion – Energieversorgung muss klimafit und naturverträglich werden – WWF fordert Energiesparen und Vielfalt beim Ausbau Erneuerbarer Energien
WWF-Ranger zerstören 8.000 tödliche Schlingfallen in Vietnam
Hue/Vietnam, 11. August 2011 – 8.000 tödliche Schlingfallen, die von illegalen Fallenstellern aufgestellt wurden, konnten WWF-Rangerpatrouillen in nur sechs Monaten in der vietnamesischen Provinz Hue sicherstellen. Alle Fallen wurden anlässlich eines Ausbildungstrainings für WWF-Ranger Ende Juli öffentlich verbrannt. Die 20 WWF-Ranger, die im Naturreservat von Hue Tage in den Wäldern im Einsatz waren, zerstörten außerdem 90 illegale Jagd- und Holzfäller-Camps und konfiszierten illegal gefälltes Holz. „Besonders erfreulich ist, dass unsere Ranger viele Tiere noch lebend befreien konnten, darunter Rotschenkel-Kleideraffen, Seraus (eine Waldziegenart), Großkopfschildkröten, Sonnendachse und Wildschweine“, freut sich Marc Groß, WWF-Experte aus Österreich, der seit fünf Jahren in den Mekongländern im Einsatz ist. Alle Fallen wurden in einem Gebiet gefunden, das nur 12.000 Hektar groß ist, also etwa einem Viertel der Fläche Wiens entspricht.

Der WWF führt 2011 bis 2014 in den Annamiten-Bergen zwischen Vietnam und Laos ein vierjähriges Projekt durch, das die Entwaldung stoppen, die Wilderei einschränken und die Biodiversität schützen soll. „Neben 20 WWF-Rangern, die seit Februar im Schutzgebiet der vietnamesischen Provinz Hue im Einsatz sind, sollen ab September noch einmal 20 WWF-Ranger im Saola-Schutzgebiet von Quang Nam hinzukommen“, kündigt WWF-Experte Groß an. Der Saola, ein antilopenartiges Waldrind ist eines der seltensten Säugetiere der Welt, das erst 1992 entdeckt wurde. Immer wieder gehen den Wilderern Saolas in die illegal errichteten Schlingfallen aus Drähten, wo sie dann qualvoll verenden. Der WWF schätzt den Gesamtbestand der Tiere auf nicht mehr als Hundert Exemplare insgesamt.

Die WWF-Ranger arbeiten intensiv mit den lokalen Behörden, der Polizei und Wissenschaftlern zusammen um die Tierwelt in Vietnam und Laos zu schützen. Das fünfjährige Projekt wird von der deutschen Bundesregierung, der deutschen Entwicklungsbank KfW und österreichischen und der deutschen Sektion des WWF finanziert.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert Schutzpaket für heimische Flüsse: Flusspegel auf bisher tiefstem Stand
Juli-Abflüsse an 90 Prozent der Pegel-Messstellen sehr niedrig – Burgenland, Vorarlberg und Niederösterreich besonders betroffen – WWF fordert mehr Gewässerschutz und Renaturierung
Toni Innauer wirbt für den Lech als „Fluss des Jahres“
Tiroler Wildfluss steht beim österreichweiten WWF-Voting zur Wahl – Olympiasieger mobilisiert für den Schutz der letzten naturnahen Flusslandschaften
Klimakrise als Brandbeschleuniger: WWF fordert mehr Tempo bei Waldumbau
Klimakrise erhöht Waldbrandgefahr in Österreich dramatisch – Monokulturen besonders anfällig – WWF fordert Stärkung der Wasserspeicher-Funktion naturnaher Wälder durch “Schwammwald-Offensive”
Good News: Nashorn-Wilderei in Namibia geht zurück
In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe













