Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Ranger zerstören 8.000 tödliche Schlingfallen in Vietnam
Hue/Vietnam, 11. August 2011 – 8.000 tödliche Schlingfallen, die von illegalen Fallenstellern aufgestellt wurden, konnten WWF-Rangerpatrouillen in nur sechs Monaten in der vietnamesischen Provinz Hue sicherstellen. Alle Fallen wurden anlässlich eines Ausbildungstrainings für WWF-Ranger Ende Juli öffentlich verbrannt. Die 20 WWF-Ranger, die im Naturreservat von Hue Tage in den Wäldern im Einsatz waren, zerstörten außerdem 90 illegale Jagd- und Holzfäller-Camps und konfiszierten illegal gefälltes Holz. „Besonders erfreulich ist, dass unsere Ranger viele Tiere noch lebend befreien konnten, darunter Rotschenkel-Kleideraffen, Seraus (eine Waldziegenart), Großkopfschildkröten, Sonnendachse und Wildschweine“, freut sich Marc Groß, WWF-Experte aus Österreich, der seit fünf Jahren in den Mekongländern im Einsatz ist. Alle Fallen wurden in einem Gebiet gefunden, das nur 12.000 Hektar groß ist, also etwa einem Viertel der Fläche Wiens entspricht.

Der WWF führt 2011 bis 2014 in den Annamiten-Bergen zwischen Vietnam und Laos ein vierjähriges Projekt durch, das die Entwaldung stoppen, die Wilderei einschränken und die Biodiversität schützen soll. „Neben 20 WWF-Rangern, die seit Februar im Schutzgebiet der vietnamesischen Provinz Hue im Einsatz sind, sollen ab September noch einmal 20 WWF-Ranger im Saola-Schutzgebiet von Quang Nam hinzukommen“, kündigt WWF-Experte Groß an. Der Saola, ein antilopenartiges Waldrind ist eines der seltensten Säugetiere der Welt, das erst 1992 entdeckt wurde. Immer wieder gehen den Wilderern Saolas in die illegal errichteten Schlingfallen aus Drähten, wo sie dann qualvoll verenden. Der WWF schätzt den Gesamtbestand der Tiere auf nicht mehr als Hundert Exemplare insgesamt.

Die WWF-Ranger arbeiten intensiv mit den lokalen Behörden, der Polizei und Wissenschaftlern zusammen um die Tierwelt in Vietnam und Laos zu schützen. Das fünfjährige Projekt wird von der deutschen Bundesregierung, der deutschen Entwicklungsbank KfW und österreichischen und der deutschen Sektion des WWF finanziert.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung











