In Nagaland gelang nach 5 Jahren erstmals wieder der Nachweis eines Tigers. Ein Erfolg eines Wildtierkameras-Projekts, das bereits über 30 Säugetierarten festgehalten hat.
WWF: Schluss mit der Hetze auf geschützte Tierarten
Wien, am 17. Juni 2013 – Der WWF reagiert mit Empörung auf die Behauptung der steiermärkischen Jägerschaft, dass Tierschutzorganisationen illegal Wölfe aussetzen würden. "Landesjägermeister Heinz Gach sollte eigentlich wissen, dass es nicht notwendig ist, Wölfe auszusetzen. Sie kommen von selbst zurück, weshalb man Wege des Zusammenlebens finden und geeignete Maßnahmen treffen muss, statt diesen Wildtieren ihr Daseinsrecht abzusprechen", erklärt Christian Pichler vom WWF.
Der WWF erinnert die steirische Jägerschaft auch daran, dass sie immer wieder betont, auf dem natürlichen Weg zuwandernde Beutegreifer wie Wolf und Bär seien willkommen. Immerhin haben Vertreter der Jägerschaft mit dem WWF, Behörden und Interessensvertretern im Jahr 2012 einen Wolfmanagementplan erstellt. Dieser gemeinsame Aktionsplan soll auf die Wiederkehr des Wolfes vorbereiten und regelt unter anderem auch die behördliche Abgeltung von Schäden an Nutz- und Weidetieren.
"Illegale Aussiedelungen in den Raum zu stellen und dabei auf den WWF zu schielen verletzt die zuletzt mühevoll aufgebaute Kooperation von Jägern, Landwirten und Naturschützern", so Pichler. Der Jagdverband solle vielmehr den selbst unterzeichneten Kompromiss verstärkt an seine Mitglieder kommunizieren und sachliche Information etwa zum Schutz der Nutz- und Weidetiere weitertragen, regt der WWF an.
Die natürliche Einwanderung des Wolfes nach Österreich erfolgt aus drei verschiedenen Richtungen – nämlich aus der Schweiz und Italien, den Karpaten und dem slowenisch-kroatischen Raum. So ist der slowenische Wolf "Slavc" im Jahr 2012 über Kärnten, die Steiermark und Salzburg bis nach Italien gewandert und hat sich nun in der Nähe von Verona niedergelassen. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass Wölfe immer und überall in Österreich auftreten können.
Dass seit einigen Jahren verstärkt Wölfe auftreten, ist typisch für die Lebensweise des Wolfes und seine Anpassungsfähigkeit. Außerdem zeigt sich dadurch, dass noch immer geeigneter Lebensraum für die Art in Österreich vorhanden ist. Daher sollten die Wölfe wieder als Bestandteil der heimischen Tierwelt akzeptiert werden.
Zur allfälligen Gefährdung von Hunden durch Wölfe ist anzumerken, dass Hunde im Wald grundsätzlich an der Leine geführt werden sollten. Dies ist auch im Interesse aller freilebenden Wildtiere.
Der Wolf ist sowohl im internationalen Naturschutz, als auch im Rahmen der österreichischen Naturschutz- und Jagdgesetzgebung eine geschützte Tierart.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Fünf Tipps für einen umweltfreundlichen Weihnachtsbaum
Österreicher:innen greifen zu echten Weihnachtsbäumen – WWF zeigt, worauf es bei einem nachhaltigen Christbaum ankommt
WWF: Verordnung zur Biber-Tötung in Oberösterreich Rückschritt für Arten- und Naturschutz
Bis zu 158 Biber pro Saison in Oberösterreich zur Tötung freigegeben – Vorgehen der Landesregierung widerspricht EU-Recht
WWF: Anti-Umwelt-Paket der EU ist gefährlicher Irrweg
Naturschutzorganisation kritisiert Brechstangen-Politik gegen wichtige Standards – EU-Kommission handelt fahrlässig und verantwortungslos
Good News: CITES stärkt Schutz für Meerestiere und Großkatzen
Ein Etappensieg für Meerestiere und Großkatzen: Bei der CITES-Konferenz wurde beschlossen, dass viele Arten endlich besser geschützt werden. Doch es gab auch Enttäuschungen, etwa beim Schutz von Aalen und Singvögeln.
WWF: EU-Kommission gefährdet Wasser-Schutz
Umweltorganisation warnt vor angekündigtem Öffnen der Wasserrahmenrichtlinie auf Druck der Bergbau-Industrie – Schwächere Standards auf Kosten der Biodiversität und der Gesundheit drohen
WWF: Artenschutzkonferenz erzielt Etappensieg für Meerestiere und Großkatzen
WWF zieht nach CITES-Konferenz in Usbekistan positive Bilanz für den Schutz von Haien, Rochen und asiatischen Großkatzen – Nachholbedarf bei Aalen und Singvögeln
Weltbodentag: WWF fordert starkes Bodenschutzgesetz
Naturschutzorganisation fordert politische Maßnahmen gegen Bodenversiegelung – Österreich geht zu verschwenderisch mit wertvollen Böden um – Hohe Folgekosten für Gesamtgesellschaft
Salzburg: WWF kritisiert geplante Nachtbejagung von geschützten Arten
Naturschutzorganisation warnt vor Verstoß gegen EU-Recht – Landesregierung will Nachtjagd ausweiten und Einsatz von Nachtsichtgeräten sogar gegen geschützte Tiere wie den Biber ermöglichen













