Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF und ÖKOBÜRO: Note „Nicht Genügend“ für die TIWAG
Der WWF und das ÖKOBÜRO zeigen sich überrascht, dass TIWAG-Chef Wallnöfer davon spricht, mit dem Ausbau des KW Kaunertals die Europäische Energiewende zu unterstützen. „Am Freitag werden in Tirol die Zeugnisse verteilt, und die TIWAG erhält von uns im Fach „Gewässer- und Naturkunde“ ein glattes Nicht Genügend. Das heute zur UVP eingereichte Projekt Kraftwerk Kaunertal widerspricht den entsprechenden europarechtlichen Bestimmungen und ist aus Sicht der Umweltorganisationen niemals bewilligungsfähig“, so WWF und ÖKOBÜRO.
Außerdem hätte die TIWAG vor der UVP-Einreichung die Entscheidung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft den von der TIWAG selbst eingereichten wasserwirtschaftlichen Rahmenplan abwarten müssen, so die Umweltorganisationen. Andernfalls läuft sie Gefahr, bei Abweisung des Rahmenplans das Kraftwerk Kaunertal wieder einstampfen zu müssen.
„Wir erteilen der TIWAG gerne Nachhilfeunterricht im Hinblick auf das in der EU-Wasserrahmenrichtlinie verankerte Verschlechterungsverbot bzw. Verbesserungsgebot österreichischer Gewässer oder auch über entsprechende Naturschutzbestimmungen“, bietet Umweltjurist Lukas Wachter vom ÖKOBÜRO an.
„Die Tunnelsysteme für die Umleitung der Venter und Gurgler Ache würden das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen berühren. Das verstößt klar gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die EU-Naturschutzrichtlinien“, stellt Thomas Diem vom WWF klar und Greenpeace Energiesprecher Jurrien Westerhof ergänzt: "Abgesehen davon, dass das Staudammprojekt der TIWAG ökologischer Wahnsinn ist, stellt sich auch in ökonomischer Hinsicht die Sinnfrage. Speicherkraftwerke wie diese sind nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Hat man die Speicher bis vor einigen Jahren noch mit billigem Nachtstrom gefüllt und diesen Strom tagsüber teuer verkauft, funktioniert dieses Geschäftsmodell heute nicht mehr, da es tagsüber immer mehr günstigen Sonnenstrom gibt. Die TIWAG soll das endlich einsehen und die absurden Kraftwerkspläne ad acta legen."
Der WWF wird gemeinsam mit betroffenen Bürgerinitiativen und anderen NGOs wie GLOBAL 2000 und Greenpeace sämtliche rechtliche Instanzen bestreiten um dieses zerstörerische Großprojekt zu verhindern.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel. 01-48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Lukas Wachter, Umweltjurist ÖKOBÜRO, Tel. 01/524 9377 13, E-Mail: lukas.wachter@oekobuero.at
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