„Österreichs Wasserpolitik nicht klimatauglich“ – WWF fordert mehr Wasserrückhalt, weniger Versiegelung und konsequente Renaturierung – Biber als natürlichen Helfer fördern
WWF zu E10-Stopp: Chance für Energiewende nutzen!
Der WWF begrüßt die Nachdenkpause beim konfliktbesetzten Thema Agrosprit. "Nachdenken kann aber nur der erste Schritt zu einem Ausstieg aus diesem klimapolitischen Irrweg sein", betont WWF-Energieexperte Karl Schellmann. Der WWF fordert von Nikolaus Berlakovich eine grundlegende Kurskorrektur und eine echte Energiewende. Der Energieverbrauch muss halbiert und die CO2-Emissionen Österreichs durch den Umstieg auf Erneuerbare bis 2050 um 90 % gesenkt werden.
"Wenn der Umweltminister wirkliche Veränderungen Richtung Klimaschutz im Verkehrssektor will, muss er dafür sorgen, dass zuallererst der Spritverbrauch von Autos und LKWs drastisch reduziert wird", so Schellmann weiter. Der Ausbau der Öffentlichen Verkehrsnetze und die stärkere Nutzung von Energiequellen wie Sonne und Wind, sind ebenso wie die Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen viel ambitionierter voranzutreiben. "Ein großer Teil der Gütertransporte und der gesamte innerösterreichische Flugverkehr müssen auf die Schiene. Nur mit diesen Großen Brocken lässt sich ein wirksamer und glaubwürdiger Klimaschutz umsetzen", so Schellmann vom WWF.
Die Flächennutzung für die Intensivlandwirtschaft bedingt in Österreich einen massiven Rückgang der Biodiversität. Die meisten Veränderungen in den letzten 50 Jahren haben in der Agrarlandschaft stattgefunden. Änderungen der Landnutzungsformen haben Verluste wertvoller Lebensräume, wie Trocken- und Magerrasen, Streuwiesen, Auwälder oder Moore zur Folge. Sie zählen zu den Hauptursachen des Artenverlustes. 61 % der Farn- und Blütenpflanzen, 60 % der Flechtenarten, 59,6 % der Wirbeltiere und gut ein Drittel der heimischen Großschmetterlinge sind gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Studie der Uni Graz: Fehlende Klimapolitik gefährdet Budgetsanierung
Analyse des Wegener Centers zeigt steigende Kosten und fiskalische Risiken durch fehlende Klimaschutz-Maßnahmen – WWF fordert Kurswechsel in der Budgetpolitik
WWF: Persischer Leopard überwindet Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan
Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen













