In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF zu Pfandstudie: Jetzt rasche Maßnahmen gefordert
Wien, 31. Jänner 2020. In einer aktuellen Studie der Bundesregierung zu Pfandsystemen werden Mehrweglösungen und Pfandsysteme als effizienteste Mittel zur Reduktion von Verpackungsmüll und der Erhöhung von Sammel- und Recyclingquoten identifiziert. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt die Ergebnisse, sowie den geplanten Runden Tisch und fordert anlässlich dessen rasche Maßnahmen der Politik.
Die entsprechenden Lösungen dafür liegen bereits vor, so Elisa Gramlich, Expertin für Plastik und Kreislaufwirtschaft beim WWF Österreich: „Es braucht ein effizientes Pfandsystem für wiederbefüllbare Getränkeverpackungen und ein Pfand auf Einwegprodukte, damit diese qualitativ hochwertig recycelt werden können und nicht als Müll in die Umwelt gelangen. Wichtig wären auch gesetzlich verbindliche Mehrwegquoten, zusätzliche Anreize für Mehrwegverpackungen im Handel sowie eine verpflichtende, gut sichtbare Kennzeichnung von Mehrwegflaschen. Die Verantwortung liegt nicht allein bei den Konsumentinnen und Konsumenten, die Politik muss hier konsequent und rasch handeln.“
Es sei höchste Zeit, das Problem in Angriff zu nehmen, so Gramlich weiter: „Wir erzeugen in Österreich jedes Jahr fast eine Million Tonnen Kunststoffabfälle, aber nur 33 Prozent davon werden wiederverwertet. Das ist nicht nur eine sinnlose Verschwendung von Ressourcen und Energie, sondern auch eine massive Belastung für unsere Umwelt und unser Klima.“ Zuletzt zeigte eine Eurostat-Statistik im November, dass die heimische Recyclingquote von Kunststoffverpackungen deutlich unter dem EU-Schnitt von 42 Prozent liegt.
Um die Ressourcenverschwendung in den Griff zu bekommen, muss aber auch außerhalb von Getränkeverpackungen noch an weiteren Hebeln gedreht werden. Einwegprodukte müssen ganz generell reduziert werden, weitere Ansätze sind beispielsweise ein gesetzlicher Mindestpreis für alle Wegwerf-Tragetaschen – egal aus welchem Material, damit auch das beschlossene Plastiksackerl-Verbot nicht zum ökologischen Eigentor wird. Zusätzlich notwendig sind Anreize für Mehrweg-Transportverpackungen, eine recyclinggerechte Gestaltung von Verpackungen und eine erweiterte Produzentenverantwortung.
Rückfragehinweis:
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA // Pressesprecherin WWF Österreich
Mobil: +43 676 834 88 240 // E-Mail: julia.preinerstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













