Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
WWF zum Budget: Finanzminister muss öko-sozial umsteuern und Naturschutz stärken
Anlässlich der Budgetrede von Finanzminister Gernot Blümel fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich Nachbesserungen bei der öko-sozialen Steuerreform und die mittelfristige Verankerung einer Biodiversitäts-Milliarde. „Sowohl die CO2-Bepreisung als auch der Klimabonus müssen deutlich steigen, um einen klimafreundlichen Lenkungseffekt auszulösen. Parallel dazu muss die Politik umweltschädliche Subventionen abbauen und mehr in den Naturschutz investieren. Eine intakte Natur ist unser bester Verbündeter gegen die Klimakrise“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.
„Ohne echte Reformen im Steuersystem werden sowohl die CO2-Emissionen als auch der Bodenverbrauch weiter massiv steigen. Das beschädigt unsere Lebensgrundlagen und führt zu milliardenschweren Budgetrisiken, wenn Österreich die EU-Klimaziele verfehlt“, warnt Hanna Simons. Laut dem WIFO fließen allein in den Bereichen Energie und Verkehr bis zu 4,7 Milliarden Euro pro Jahr in potenziell umweltschädliche Subventionen, die in weiterer Folge den Verkehr, den Naturverlust und die Zersiedelung befeuern. Zuletzt lag der Bodenverbrauch in Österreich bei 11,5 Hektar pro Tag.
Positiv bewertet der WWF die aufgestockten Klimaschutz-Mittel im Budget – wie zum Beispiel für die thermische Sanierung, klimafreundliches Heizen und das neue Klimaticket. Zusätzlich sind 30 Millionen Euro für den neuen Biodiversitätsfonds verfügbar. „Ganzheitlich gedachter Klimaschutz ist ein exzellentes Konjunkturpaket, um krisenfeste Arbeitsplätze zu schaffen. Parallel dazu braucht es aber auch deutlich mehr Geld für den Natur- und Bodenschutz“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Mit einer jährlichen Biodiversitäts-Milliarde könnte die Politik die Renaturierung von Ökosystemen vorantreiben und neue hochrangige Schutzgebiete einrichten, um das Artensterben und den Lebensraumverlust zu stoppen.
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava










