Bundesregierung sollte Steuern vor allem auf pflanzliche Lebensmittel senken – Etwaige Subventionierung des Fleischabsatzes wäre klimaschädlich und gesundheitspolitisch falsch
WWF zum Welt-Fischereitag: Jeder zehnte Mensch lebt von Fisch
90 Prozent der Fischbestände sind überfischt oder bis an die Grenzen befischt. Der Klimawandel verschärft diese Entwicklung. Anlässlich des morgigen Welt-Fischereitags sind das schlechte Nachrichten für mehr als jeden zehnten Menschen weltweit. Mit dem Einbruch von Fischbeständen droht der Verlust von Arbeitsplätzen – vor allem in Entwicklungsländern. Auch die Ernährungssicherheit des globalen Südens ist gefährdet. Fisch ist unersetzbare Protein- und Nährstoffquelle.
Österreich deckt seinen Fischbedarf zu 95 Prozent durch Importe. Europa ist gar der weltweit größte Importeur von Fisch und Meeresfrüchten. "Der europäische Markt beeinflusst stark wie weltweit Fischerei betrieben wird“, betont Simone Niedermüller, WWF Meeres-Expertin. Politik, Wirtschaft und Konsumenten sind gefordert, nachhaltige Fang- und Zuchtmethoden zu unterstützen, um Fisch als Lebensgrundlage für mehr als 10 Prozent der Menschen zu erhalten.
Der Handel muss sein Sortiment nachhaltiger gestalten. KonsumentInnen empfiehlt der WWF, Fisch als Delikatesse zu betrachten und nachhaltige Produkte zu wählen. Dabei hilft der WWF Fischratgeber. Mit Informationen zu Gütesiegeln und Fischbewertungen nach dem Ampelsystem bietet er schnelle und einfache Orientierungshilfe beim Einkauf.
Abschließend nimmt Niedermüller die Politik in die Pflicht: Maßnahmen gegen Überfischung und die Auswirkungen des Klimawandels auf Fischbestände müssen globale politische Priorität werden! Nur ein entschlossener Kurswechsel sichert die Lebensgrundlage jedes zehnten Menschen.
WWF Überfischungs-Spot: Nonoy und das Seemonster
WWF Fischratgeber: fischratgeber.wwf.at
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák, Pressesprecher WWF Österreich
Tel.: +43 676 83 488 276, Mail: florian.kozak@wwf.at
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