WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Zukunft der Landwirtschaft muss klimaverträglich sein. WWF fordert Aus für Billigfleisch
Wien, 23. April 2019. Anlässlich der Positionierung des Bauernbundes zur Zukunft der Landwirtschaft in Europa ruft der WWF Österreich zu einer ökologischen Trendwende bei der klimaintensiven Fleischwirtschaft auf. Als konkrete Maßnahme fordert die Umweltschutzorganisation ein Ende von Dauerrabatten auf Fleischprodukte im Handel. „Fleischwaren werden oft weit unter ihrem fairen Wert verkauft, womit völlig falsche Anreize im Markt gesetzt werden. Zu viel Fleisch aus Massentierhaltung schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Es befeuert Naturzerstörung, Klimakrise und Artensterben. Ein Verzicht auf schädliche Dauerrabatte würde den Druck auf unsere Landwirte verringern und angemessene Erzeugerpreise fördern“, erklärt Helene Glatter-Götz, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich. „Damit Konsumentinnen und Konsumenten auch wissen, was auf ihren Teller kommt, braucht es zudem eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch und verarbeitete Fleischprodukte in Handel, Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie.“
„Es ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, Landwirtschaft und Konsum natur- und zukunftsverträglich zu gestalten. Dazu brauchen wir auch eine mutige Klima- und Umweltpolitik. Der Großteil unserer Fleischproduktion ist leider noch weit davon entfernt, nachhaltig, gesund oder umweltschonend zu sein“, so WWF-Vertreterin Glatter-Götz.
Faire Preise statt schädlicher Rabatte
In einer aktuellen Unterschriftenaktion fordert der WWF Österreich von der zuständigen Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger ein aktives Vorgehen gegen Billigfleisch sowie die Schaffung von fairen Handels- und Wettbewerbsbedingungen und die Förderung einer klima- und umweltfreundlichen Produktion unter Einhaltung des Tierwohls. Konkret soll ein Ende von dauerhaften Preisnachlässen auf Fleischprodukte bei den Supermarktketten (mit Ausnahmen von Rabatten am Ende der Mindesthaltbarkeit) durchgesetzt werden.
WWF-Petition: „Billigfleisch stoppen – faire Preise statt schädlicher Rabatte“
Rückfragehinweis:
Vincent Sufiyan, WWF-Pressesprecher, Tel. 0676/83 488 308, E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at
Helene Glatter-Götz, WWF Programmleitung Nachhaltige Ernährung, Tel.: 01/488 17-268, E-Mail: helene.glatter-goetz@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark













