Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
100.000 Unterschriften: Breite Allianz fordert Stopp von Ausbau Kraftwerk Kaunertal
“Stoppt den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal” – Mehr als 100.000 Menschen haben diese Petition nach aktuellem Stand bereits unterschrieben. Anlässlich dieses Meilensteins fordert eine breite Allianz aus über 35 Bürgerinitiativen, Vereinen und Naturschutzorganisationen jetzt die sofortige Absage des Projekts. “Umweltzerstörung, Naturgefahren, bessere Alternativen – es gibt genug Gründe für den massiven Widerstand gegen das Ausbauprojekt Kaunertal. Wir fordern Landeshauptmann Mattle auf, dieses Planungsfossil endgültig abzusagen und eine Energiewende im Einklang mit Natur und Bevölkerung einzuleiten, statt sich gegen sie zu stellen”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey anlässlich einer gemeinsamen Aktion am Innsbrucker Landhausplatz.
Unterstützt wird die aktuelle Initiative vor Ort von der Naturschutzorganisation WWF, Global 2000 sowie Vereinen wie WET, Naturfreunde, Naturschutzbund, Forum Wissenschaft & Umwelt, Birdlife, Riverwatch, dem Netzwerk Generation Earth, Parents for Future, Ötztaler Heimatverein, PAN, POW, Lebensraum Ötztal, Pro Vita Alpina, River Collective, Alpenvereins-Sektionen Innerötztal, Umhausen, Imst-Oberland und Vorder-Ötztal sowie den Bürgerinitiativen Unser Wasser, Einzigartiges Platzertal und Lebenswertes Kaunertal. “Das Ausbauprojekt zieht sich über mehrere Täler: Eines wird entwässert, eines wird gestaut und eines würde zur größten Baustelle Mitteleuropas. Das gefährdet nicht nur wertvolle Natur und unsere Gewässer, sondern auch die Bevölkerung vor Ort. Wenn über 100.000 von uns ihre Stimme nutzen, dann kann man uns nicht länger ignorieren und muss unseren Sorgen Gehör schenken”, sagt Anita Hofmann von der Bürgerinitiative Lebenswertes Kaunertal.
Erfolgt der Ausbau im Kaunertal, wird das Moor im Platzertal geflutet und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verlieren ihr Zuhause. “Das Platzertal ist ein einzigartiger Lebensraum und eine wichtige CO2-Senke. Anstatt dieses wertvolle Moorgebiet zu zerstören, muss die Tiwag sich auf eine naturverträgliche Energiewende fokussieren. Jetzt noch weiter an den veralteten Bauplänen festzuhalten, ist vollkommen unverantwortlich”, sagt Hannah Keller von Global2000.
Eine passende Alternative gibt es im Kühtai, wo der bestehende Speicher erweitert werden kann. “Die TIWAG hat sich mit dem Kaunertal-Projekt in eine planerische Sackgasse manövriert. Durch eine Nachrüstung des Kraftwerks im Kühtai könnten dieselben Speicherkapazitäten geschaffen werden – und das ohne massive Naturzerstörung”, sagt Maximilian Frey vom WWF.
Die Petition zum Stopp des Ausbauprojekts kann weiterhin unterschrieben werden unter wwf.at/petition-kaunertal
Bilder von der Aktion sind hier zu finden.
News
Aktuelle Beiträge
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf










