Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
Schutzstatus Wolf: WWF kritisiert “Feldzug gegen den Artenschutz”

Die Naturschutzorganisation WWF Österreich kritisiert die Entscheidung der nationalen EU-Botschafter:innen zur Abschwächung des Schutzstatus für den Wolf als völlig falschen Ansatz. “Die regierende Politik muss ihren Feldzug gegen den Artenschutz sofort beenden. Stattdessen braucht es wissenschaftlich gedeckte Lösungen wie eine Herdenschutz-Offensive”, sagt WWF-Experte Christian Pichler. Für eine Lockerung des Schutzstatus gebe es keine fundierte Grundlage. Das Vorgehen könnte sogar kontraproduktiv wirken, da der Wolf wichtige Funktionen in der Natur erfüllt. “Als heimische Wildtiere und Beutegreifer sind Wölfe ein natürlicher Beitrag zur Artenvielfalt. Sie verhindern die Ausbreitung von Krankheiten und stärken im Idealfall auch die wichtigen Schutzwälder, weil sie zu hohe Wildbestände reduzieren können”, sagt Christian Pichler vom WWF.
Die Entscheidung zur Abschwächung des Wolf-Schutzstatus muss noch im Rat der EU durch die verantwortlichen Minister:innen sowie im Europäischen Parlament bestätigt werden. Selbst nach einer möglichen Herabstufung bleibt dennoch die rechtliche Vorgabe, dass der Wolf in einen günstigen Erhaltungszustand gebracht werden muss. Davon ist Österreich mit derzeit nur fünf bis sieben Rudeln weit entfernt. Eine reguläre Bejagung des Wolfes in Österreich ist daher weiterhin ausgeschlossen, wie auch der Europäische Gerichtshof im Juli 2024 bestätigt hat.
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