Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Über zwei Jahrzehnte wurde es verhandelt, am Samstag ist es nun in Kraft getreten: Das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See. Das ist ein großer Meilenstein für den Meeresschutz. Denn dieser internationale Vertrag regelt erstmals den Schutz und die Bewirtschaftung der sogenannten Hohen See. So werden jene Teile der Weltmeere bezeichnet, die niemandem gehören und außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse liegen. Das betrifft etwa zwei Drittel der globalen Meeresfläche und somit ungefähr die Hälfte der gesamten Erdoberfläche. Auf Hoher See galten kaum Regeln und sie war somit sehr anfällig für Ausbeutung. Alle Länder konnten in diesen Teilen der Meere fischen,Schifffahrt betreiben und forschen.
Das Abkommen hilft nun dabei, endlich rechtliche Lücken zu schließen. Mit dem Inkrafttreten des Vertrags als internationales Recht beginnt eine neue Ära der Meerespolitik mit enormem Potenzial für gesündere, widerstandsfähigere Ozeane und eine nachhaltige Wirtschaft. Bisher haben den Vertrag 81 Länder gesetzlich anerkannt, also ratifiziert. Der Hochseevertrag sieht insbesondere die Ausweisung von einem Netzwerk an Meeresschutzgebieten vor. Das Schutzgebiets-Netzwerk soll so unter anderem sichere Routen für weit wandernde Meerestiere wie Wale, Delfine, Haie und Meeresschildkröten ermöglichen.
Das Abkommen ist ein wesentlicher Schritt, um das globale Biodiversitäts-Ziel zu erreichen, das vorsieht, 30% der Ozeane bis 2030 unter Schutz zu stellen. Und das ist dringend notwendig, denn bisher ist nur rund 1% der Hohen See geschützt und 25% der dort lebenden Arten gelten als bedroht. Nun braucht es eine entschlossene Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen durch alle Beteiligten, damit die Ziele des Vertrags erreicht werden können.
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