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Fiji’s faire Fische: Erstmals Öko-Label MSC für die Südseeinsel
Suva, Wien, 13. Dezember 2012 – Der WWF freut sich über die Auszeichnung der Thunfisch-Fischereigenossenschaft auf Fiji mit dem MSC-Siegel. Knapp 100 Boote umfasst die Flotte dieser Genossenschaft. "Die MSC-Zertifizierung ist ein großer Erfolg für Fiji und bedeutet für diese Meeresregion einen Riesenschritt in Richtung nachhaltige Fischerei“, freut sich Georg Scattolin vom WWF. Der Meeresexperte hofft, dass weitere Fischereiflotten der Region dem Beispiel Fiji’s folgen und somit zur Erholung der Thunfischbestände im Pazifik beitragen. Der WWF Österreich engagiert sich seit 2010 im Fiji-Archipel und unterstützt dort Initiativen für nachhaltige Fischerei.
Thunfisch wird überall auf der Erde konsumiert, was die Thunfisch-Fischerei zu einer der größten weltweit macht. 75 Prozent des globalen Thunfischfanges kommen aus dem Pazifik. Alleine im Jahr 2010 wurden 300.000 Tonnen Thunfisch in die EU importiert. Vorwiegend in Dosenform, findet der begehrte Fisch auf Sandwiches, Pizzen und in Salaten Verwendung.
Das einzige weltweit anerkannte Gütesiegel für nachhaltige Meeresfischerei, könnte den Fischern auf Fiji vom Weltfischereirat (Marine Stewardship Council-MSC) allerdings auch wieder aberkannt werden, wenn bestimmte Bedingungen wie strenge Fangquoten und schonende Fangmethoden nicht eingehalten werden, so Scattolin. Der WWF ist gerne bereit, die Regierung von Fiji darin zu unterstützen, damit das Gütesiegel langfristig behalten werden kann.
Ein sorgsamer Umgang mit den Fischbeständen ist für die Volkswirtschaft von Fiji hochrelevant. Um die Lebensqualität und die Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung für nachkommende Generationen zu sichern, müssen die Naturschätze der Insel erhalten bleiben. Außerdem schafft die Zertifizierung neue Märkte in Regionen wie in Europa, in denen die Nachfrage nach zertifiziertem nachhaltigem Fisch erfreulicherweise schon sehr hoch ist, so Scattolin.
Die Gewässer des Südpazifiks beinhalten die schönsten und intaktesten Meeresgebiete weltweit mit einer Vielzahl an Lebensräumen wie Korallenriffen, Mangrovenwäldern, Lagunen und tiefen ozeanischen Gräben. Sie zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Viele Arten wie der vom Aussterben betroffene Fiji-Sturmvogel, sind ausschließlich dort beheimatet.
Neben der Unterstützung der nachhaltigen Fischerei im Südpazifik,
betreibt der WWF Österreich gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung auf der Fiji-Insel Gau ein Naturschutzprojekt zur Rettung und Bewahrung der wertvollen Küstenabschnitte und Mangrovenwälder. „Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass der Raubbau an den natürlichen Ressourcen in einem der letzten Paradiese unser Erde gestoppt wird“, so Scattolin abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel.: 01-48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
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