Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF: 60 Millionen Hektar Amazonasregenwald unter Schutz
Brasilia, 21.05.14 – Unter Beteiligung der Umweltschutzorganisation WWF sollen in Brasilien insgesamt 60 Millionen Hektar Regenwald langfristig als Schutzgebiete erhalten werden. Dies entspräche einer Fläche die größer ist als die gesamte Iberische Halbinsel. "Das ist ein riesiger Erfolg. Besonders, da der Entwaldungstrend in den Tropen derzeit genau in die andere Richtung geht, nämlich weiter nach oben", sagt betont Roberto Maldonado, Brasilienexperte beim WWF.
Brasiliens Regierung hat sich am Mittwoch offiziell zur Ausweitung und zum Unterhalt des riesigen Schutzgebietsnetzwerks in der Amazonasregion bekannt. Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira unterzeichnete in Brasilia eine entsprechende Absichtserklärung. Das "Amazon Region Protected Area Programme" (kurz ARPA) ist damit politisch und finanziell langfristig gesichert. Davon profitieren nach WWF-Ansicht nicht nur die Natur und das Weltklima, sondern auch die lokale Bevölkerungsgruppen: Mit dem Tropenwald wird deren Lebengrundlage dauerhaft vor Zerstörung gesichert ist.
Die Regierung Brasiliens hat zugesagt, die Ausweisung der letzten Schutzgebiete von insgesamt sechs Millionen Hektar voranzutreiben und den Unterhalt für alle Reservate langfristig zu übernehmen., "Dass Brasilien seine Tropenwaldschutzgebiete zu hundert Prozent aus dem eigenen Haushalt bezahlt, ist ein großer Erfolg und sollte anderen Ländern als Beispiel dienen" erklärt WWF-Experte Maldonado.
Bis es soweit ist, wird Brasilien durch die Initiative" ARPA for Life" ("ARPA für das Leben") von verschiedenen Ländern und internationalen Organisationen wie dem WWF und privaten Geldgebern aus Brasilien und den USA unterstützt. Für die Übergangsphase wurden 215 Millionen US-Dollar bzw. 156 Millionen Euro on den ARPA-Partnern bereitgestellt.
Weitere Informationen:
Roberto Maldonado, WWF-Referent Brasilien, Tel. 0049-151 188 54 982; roberto.maldonado@wwf.de
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen
WWF: Amazonas-Fische helfen, den Regenwald zu erhalten – 144 Arten bedroht
Neuer Report: Flussverbauung und Überfischung gefährden Fischbestände und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – WWF fordert Schutz frei fließender Flüsse und wichtiger Fischlebensräume
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken
Umweltschutzorganisation fordert bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und günstigeres Klimaticket – Übergewinne der Mineralölkonzerne EU-weit besteuern
Google-Rechenzentrum: WWF begrüßt erneute Prüfung der UVP-Pflicht
Umweltschutzorganisation fordert umfassende Umweltprüfung in Kronstorf nach Fall in Niederösterreich – Bundesregierung muss eindeutige Regeln für große Rechenzentren im UVP-Gesetz verankern
WWF-Erfolg: Flussdelfin-Nachwuchs im Mekong
6 Kälber der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine wurden heuer in Kambodscha geboren – ein großer Erfolg im Artenschutz! Ein herzerwärmendes Video zeigt den Nachwuchs.
WWF: Nachwuchs-Rekord bei stark bedrohten Flussdelfinen im Mekong gibt Hoffnung
Zahl der vom Aussterben bedrohten Irawadi-Flussdelfine in Kambodscha steigt auf 118 Tiere – Heuer sechs Kälber geboren – WWF erfreut über positives Ergebnis intensiver Artenschutzmaßnahmen
EU-Klimaresilienz: 34 Organisationen fordern Vorrang für naturbasierte Lösungen
Offener Brief an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen – Städte- und Gemeindeverbände, Wasserversorger und Fischerei fordern Natur als Europas „erste Verteidigungslinie“













