Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: Will man unsere Natur verheizen?
Innsbruck, am 9. Dezember 2014 – Mit einer Feuerinstallation auf dem Platz vor dem Tiroler Landestheater in Innsbruck machte der WWF heute Nachmittag auf die fatalen Folgen aufmerksam, die der Tiroler Natur durch die geplante Novelle des Naturschutzgesetzes drohen. In der ab morgen stattfindenden Landtagssitzung sollen die Abgeordneten über die Gesetzesänderung abstimmen. "Entscheidet euch für die Natur!", appellierte der WWF am Vorabend der Landtagssitzung an alle Parteien. Auf einer riesigen Tafel entzündeten Vertreter der Umweltorganisation mit den Tiroler Feuerkünstlern Gebi Schatz und Ursula Beiler Worte wie NATURSCHUTZ, KAUNERTAL und KALKKÖGEL, um symbolisch aufzuzeigen, welche Naturwerte in Flammen aufzugehen drohen. „Diese Feuer stehen in der Tradition der Tiroler Bergfeuer, die ein Aufruf zum Schutz der Lebensräume waren und sind“ sagt Feuerkünstler Gebi Schatz.
Geht es nach dem Willen der Tiroler Schwarz-Grünen Regierungskoalition, wird der Schutz der Natur zugunsten rascher Genehmigungen von umstrittenen Wasserkraft-Großprojekten und touristischen Erschließungen abgeschwächt und ausgehöhlt. So würden für "Projekte der Energiewende" beispielsweise Hubschrauberflüge oder Sprengungen in Ruhegebieten erlaubt sein und die EU-Richtlinien zum Schutz wild lebender Arten und Vögel für Wasserkraftvorhaben ausgehöhlt werden. "Besonders schmerzlich ist, dass international beliebte Natur- und Paddlerparadiese wie die Ötztaler Ache ausgerechnet in einer schwarz-grünen Regierungskonstellation unter den Hammer kommen sollen", bedauert Christoph Walder, Leiter des WWF Tirol.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01 488 17 – 250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Theresa Gral, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01 488 17 – 216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
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