Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Gorillas im Baby-Glück
Malui und Makumba sind Eltern geworden! Die beiden westlichen Flachlandgorillas leben in der Zentralafrikanischen Republik im Dzanga Sangha – Schutzgebiet. Vor 16 Jahren wurde dort begonnen einzelne Gorillagruppen langsam an die Anwesenheit von Menschen zu gewöhnen. Malui und Makumba sind ein Teil davon und das erste Gorillapaar, das Zwillinge bekommen hat.
Hier lassen die Eltern kurze Einblicke auf ihr Babyglück zu, anstatt wie sonst üblich, jedem Zusammentreffen mit Menschen strikt aus dem Weg zu gehen:
Mutter Malui hat die Zwillinge am 25. Januar zur Welt gebracht und trägt sie seitdem eng mit sich umher, während Silberrücken Makumba stets aufmerksam und beschützend in ihrer Nähe weilt.
Gorillas bilden einen Familienverbund, der vom Silberrücken, dem dominanten Männchen, angeführt wird. In der Regel gehören zur Familie mehrere Weibchen und vier bis fünf Jungtiere. In diesem Fall gibt es noch zwei weitere Weibchen, die Teil des Familienverbunds sind. Eine Gorilla-Schwangerschaft dauert etwa 37 Wochen. Zwillinge sind beim Westlichen Flachlandgorilla selten.

Der Gorilla-Zwillingsnachwuchs lässt die Herzen jener höher schlagen, die sich seit vielen Jahren um ihren Schutz bemühen. Doch diese kleinen Babys müssen sich in einer Welt durchsetzen, in der die industrielle Abholzung der Regenwälder ihren Lebensraum bedroht. Der damit einhergehende Straßenbau fördert auch die Jagd auf Gorillas. Als tagaktive, relativ große und laute Tiere, die sich oft in Gruppen aufhalten, sind sie für Wilderer einfache Ziele.

Ausgewachsene Tiere werden für ihr Fleisch gejagt. Buschfleisch von Menschenaffen gilt als Delikatesse. Gorilla-Babys werden von kriminellen Netzwerken an Zoos, überwiegend in Asien, an die Unterhaltungsindustrie oder an Privatpersonen verkauft.
Seit über 20 Jahren kämpft der WWF im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet für den Erhalt des einzigartigen Naturparadieses, das 2012 als Teil des Drei-Länder Schutzgebiets Sangha Trinational in die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Es ist die Heimat der letzten Westlichen Flachlandgorillas sowie anderer gefährdeter Arten: Waldelefanten, Schimpansen, Bonobos und Bongoantilopen.

Ziel der WWF-Arbeit für den Gorilla ist es, einerseits ihre Krankheiten und andere Bedrohungen noch besser zu verstehen, um die Tiere effektiver zu schützen. Die an den Menschen gewöhnten Gorillas bieten eine der wenigen Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus im Einklang mit der Natur. Menschen vom Volk der BaAka, die in Dzanga-Sangha zuhause sind, führen Touristen durch den Regenwald. Ein Teil des Geldes das die Besucher bezahlen, fließt in Schutzmaßnahmen für die Tiere, ein anderer kommt der einheimischen Bevölkerung zugute. Es lohnt sich also für die Menschen vor Ort, die Gorillas zu schützen.

Mutter Malui’s und Vater Makumba’s Gorilla-Zwillinge sind mittlerweile vier Jahre alt und es geht ihnen gut. Hier sind sie an ihrem zweiten Geburtstag zu sehen:
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen
WWF: Nationaler Renaturierungsplan lückenhaft und ambitionslos
Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
WWF-Städtecheck: Große Lücken bei Stadtbegrünungsplänen
14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register












