Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Unter dem Motto „Achtung Gefahr“ hat der WWF am Mittwoch mit einem rund 20 Meter langen Banner am Landhausplatz gegen den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal protestiert. Aufgrund grober Sicherheitsmängel appelliert die Naturschutzorganisation an den Landeshauptmann und Tiwag-Eigentümervertreter Anton Mattle, die Stopptaste für das teure Prestigeprojekt zu drücken. „Sicherheit geht vor Profit. Solange zentrale Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Naturgefahren ignoriert oder nur unzureichend behandelt werden, muss Mattle den Ausbau sofort stoppen„, sagt Kampagnensprecherin Marlis Knapp vom WWF. Insbesondere im Bereich Geologie, Permafrost und Gletscherrückgang bestehen erhebliche Lücken und eine große Intransparenz des Konzerns.
Gerade in hochalpinen Regionen verschärft die Klimakrise die Risiken zusätzlich. Das Auftauen von Permafrostböden sowie der fortschreitende Gletscherrückgang können Hanginstabilitäten, Felsstürze und andere Naturgefahren begünstigen. „Wer unter diesen Bedingungen milliardenschwere Infrastruktur über mehrere Täler plant, muss alle Risiken lückenlos prüfen und offenlegen. Alles andere ist fahrlässig“, betont Marlis Knapp.
Sicherheit der Bevölkerung muss oberste Priorität haben
Die Tiwag will mit dem Ausbauprojekt Kaunertal vor allem ihre Profite im internationalen Stromhandel erhöhen. Dafür soll das bislang unberührte Platzertal mit einem 120-Meter-hohen Staudamm verbaut und geflutet werden. Im taktisch verschobenen Endausbau des Projekts sollen zudem 80 Prozent des Ötztaler Wassers abgeleitet werden, einem der niederschlagsärmsten Täler Tirols. „Der Landeshauptmann muss den Ausbau stoppen und unabhängige Untersuchungen im Kaunertal zu Permafrost, Gletscherrückgang und deren Folgen beauftragen“, sagt WWF-Expertin Marlis Knapp. Zugleich sollten endlich die seit Jahren bekannten naturverträglichen Alternativen zum Kaunertal-Ausbau, wie beispielsweise im Kühtai, umgesetzt werden.
Bilder von der großen Banner-Aktion hier.
News
Aktuelle Beiträge
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur









