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Wildtierkriminalität in Österreich
Eine Bedrohung für die Artenvielfalt
Illegale Tötungen von geschützten Tieren passieren nicht nur in fernen Ländern, sondern auch hier bei uns – mit ernsthaften Folgen für Artenvielfalt und Ökosysteme. Um unsere Natur zu bewahren, setzen wir uns dafür ein, diese Verbrechen zu stoppen und bedrohte Arten langfristig zu schützen.
Hintergrund: Wieso ist Wildtierkriminalität ein großes Problem?
Wenn streng geschützte Arten illegal geschossen oder gefangen oder auch vergiftet werden handelt es sich um Wildtierkriminalität. Wie bedeutend das Ausmaß von Wildtierkriminalität in Österreich ist, hat der WWF im aktuellen Wildtierkriminalitätsbericht zusammengefasst. Zwischen Oktober 2016 und Jänner 2023 gab es über 350 Verdachtsfälle. In mehr als 35 % der Verdachtsfälle konnte illegale Verfolgung festgestellt werden. Weitere 7,5 % fallen wahrscheinlich auch darunter, in diesen Fällen deuten sämtliche Umstände auf Wildtierkriminalität hin. Opfer von illegaler Verfolgung waren vor allem Greifvögel, Falken und Eulen. Der WWF kämpft seit vielen Jahren gegen illegale Verfolgung geschützter Tierarten und arbeitet in unterschiedlichen Projekten.
Ich habe einen Verdacht auf Wildtierkriminalität – Was kann ich tun?
Unsere Wildtiere brauchen Schutz
Wildtiere in Österreich sind bedroht – durch Lebensraumverlust, Straßen, Siedlungen und illegale Verfolgung. Um Arten wie Luchs und Seeadler langfristig zu erhalten, braucht es gezielte Schutzmaßnahmen, Wiederansiedelungen und Monitoring. Nur so können wir die biologische Vielfalt bewahren.
Luchse in Österreich – selten, gefährdet und auf unsere Hilfe angewiesen
Nur etwa 35 Eurasische Luchse leben noch in Österreich. Ihre Lebensräume sind durch Straßen und Siedlungen zerschnitten, viele Tiere sind miteinander verwandt – die genetische Vielfalt schrumpft. Um die Population zu stärken, werden seit den 1970er-Jahren Luchse in Österreich und den Nachbarländern wieder angesiedelt. Auch der WWF unterstützt diese Freilassungen: Mehr Tiere in der Region bedeuten bessere Vernetzung, gesunden Austausch und eine langfristige Zukunft für den Luchs im Alpenraum.
Die Rückkehr des Seeadlers nach Österreich – eine Erfolgsgeschichte
In den 1950er-Jahren war der Seeadler in Österreich ausgestorben, europaweit stand er kurz vor dem Verschwinden. Doch seit dem Start des WWF-Schutzprogramms im Jahr 2000 erholt sich die Art beeindruckend: Heute brüten wieder rund 90 Paare im Land. Um ihr Verhalten besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen gezielt anzupassen, stattet der WWF ausgewählte Tiere mit GPS-Sendern aus – derzeit werden 23 Seeadler kontinuierlich beobachtet.
Aktuelles aus Österreich
Bisher größter Uferrückbau fertiggestellt: March bekommt ein Stück Natur zurück
viadonau schuf längstes unverbautes Ufer im Grenzabschnitt der March – WWF Österreich für weitere Renaturierungsmaßnahmen
Protestaktion „Stopp Ausbau Kraftwerk Kaunertal“: TIWAG muss naturzerstörerisches Projekt beenden
Naturschutzorganisationen fordern Bekenntnis zu naturverträglicher Energiewende – Verbauung der Alpen durch naturzerstörerische Projekte muss der Vergangenheit angehören
Error 404: Seit 404 Tagen kein Energie-Effizienz-Gesetz in Österreich
WWF: Klimaziele und Energiewende in Gefahr – Jährlich fließen mehr als 8 Milliarden Euro für Fossil-Importe ins Ausland – Umweltschutzorganisation stellt 5 Forderungen für ein wirksames Gesetz
WWF fordert Energiespar-Programm von der Politik
Politik und Energieversorger müssen ihre Hausaufgaben machen und hohen Verbrauch angehen – WWF fordert klimagerechtes Energiespar-Programm
WWF kritisiert geplante Fischotter-Tötungen in Salzburg
Naturschutzorganisation warnt vor rechtswidrigem Vorgehen wie in Kärnten – Fischsterben hauptsächlich verursacht durch Verbauung, Verschmutzung und Übernutzung – WWF fordert Drei-Punkte-Plan zum Schutz von Fischen und Ottern
Uferrückbau gestartet – March wird wieder natürlicher
viadonau schafft längstes unverbautes Ufer am Grenzabschnitt der March – Bauarbeiten laufen bis Mitte Jänner 2022
WWF-Bericht: 20 Jahre Seeadlerschutz in Österreich – eine Erfolgsgeschichte
Im Jahr 2000 noch ausgestorben, heute stabile Population – 312 Bruten, 351 Jungvögel, 16 Länder bereist, aktuell 44 Brutpaare – Illegale Verfolgung ist größte Bedrohung – Dominic Thiem gratuliert
Österreichs Gewässer in der Krise: WWF fordert Sanierungsoffensive
Neuer Gewässerbewirtschaftungsplan im Finale: Naturschutzorganisation fordert sieben Verbesserungen, darunter Schwall-Sanierung, Entfernung von Barrieren und Renaturierungsoffensive – WWF warnt vor Verfehlen der EU-Ziele
WWF: Bodenverbrauch fast dreimal so stark gestiegen wie Bevölkerungswachstum
Neuer Statistik-Austria-Report warnt: Umweltzerstörung bedroht Österreichs Zukunftsfähigkeit – WWF fordert rasche Umsetzung von Maßnahmen
Schützen Sie Österreichs Natur
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