14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
Bild der Woche: Auf gute Nachbarschaft!
Seine Nachbarn kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen. Dass ausgerechnet ein Uhu-Paar in ihren Horst einzieht, scheint die beiden Weißstörche dann aber doch zu verwundern. Die Uhus bewohnen mit zwei Jungen den Weißenstorch-Horst, der zur Storchenkolonie im WWF-Auenreservat Marchegg gehört. Die Uhus sind allerdings keine Unbekannten in den March-Thaya-Auen.
Einst gehasst, von Jäger:innen verfolgt und nahezu ausgestorben, hatte der Uhu ein Comeback in Mitteleuropa. Uhus brüten üblicherweise in Felsnischen und kleinen Höhlen, die es hierzulande aber kaum mehr gibt. So entstand die Tradition, die Nester von großen Vögeln zu nützen. In den March-Thaya-Auen gelang im Jahr 1999 der erste Brutnachweis – als große Überraschung – in einem Weißstorch-Horst. Die Brut verlief aber nicht erfolgreich, die Störche hatten den Uhu vertrieben. Dieser Bereich blieb allerdings Brutgebiet eines Uhu-Paares, das regelmäßig auch einen der Weißstorch-Horste der Kolonie nutzt.
Bisher wurden im WWF-Auenreservat Uhus in 6 verschiedenen Horsten entdeckt. Und die Störche tolerieren ihre neuen Nachbarn. Auch die Uhus, die grundsätzlich durchaus Jungvögel aus fremden Nestern fressen, wissen sich zu benehmen. Denn in der Nähe des Uhu-Brutplatzes wird grundsätzlich nicht gejagt, um nicht die eigenen Jungen zu gefährden.
Wer gerne selbst Uhus zu Gesicht bekommen möchte, hat derzeit also eine gute Gelegenheit: so nahe und so gut kann man sie selten beobachten. Die Jungen sind bereits tagsüber aktiv und klettern im Horst und in der Baumkrone herum. Es lohnt sich also allemal, die Uhus in der Storchenkolonie zu besuchen – ein Fernglas sollte man allerdings dabei haben.
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