Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
Braunbär Moritz ist wach – die Behörde schläft
Wien/Graz, am 17. April 2009 – Gegen den Salzkammergutbären „Moritz“, der sich vollkommen artgerecht und natürlich verhält, läuft in der Steiermark eine regelrechte Hetzkampagne. Der WWF dementiert auf das Heftigste, dass Moritz ein Problembär sei, weil er sich – wie alle anderen Wildtiere und besonders in schneereichen Wintern – fallweise auch von anderen Wildtieren ernährt. „Es kommen jährlich viel mehr Hirsche durch Lawinen zu Tode als durch Beutegreifer“, stellt WWF-Bärenexperte Christoph Walder klar. „Dennoch kann man weder die Lawinen abschaffen, noch alle Füchse oder Steinadler, die auch mal Rehe oder Gämse reißen“. Es ist die gesetzliche Pflicht der steirischen Landesräte Wegscheider und Seitinger sowie der zuständigen Behörde, die Hatz gegen Bären durch fachliche Information vorort und in den Medien zu entschärfen. „Wenn sich die Behörde weiterhin tot stellt und die Menschen vorort allein lässt, steigt die Gefahr von illegalen Selbsthilfen“, warnt Walder.
Der Österreichische Bärenmanagementplan, den die Steiermark mit beschlossen und verabschiedet hat, sieht vor, dass beim Auftreten von Vorbehalten gegenüber Bären sowie (natürlichen) Wildschäden durch Bären intensive Informations- und Aufklärungsarbeit für betroffene Interessensgruppen notwendig ist und gemeinsame Lösungen gesucht werden müssen.
Derzeit lässt die Steirische Landesregierung die Menschen in der Region mit ihren Sorgen und Problemen jedoch vollkommen allein. „Das Totstellen der Behörde in Kombination mit möglicherweise irrationalen Ängsten vorort führt zu einer immer schlechteren Stimmungslage gegenüber dem Bären, die in Kurzschlusshandlungen münden könnte, die niemand will!“, so Walder.
Wer in der Natur wirtschaftet, muss immer auch mit natürlichen Ausfällen rechnen, so der WWF. Es gehe an der Realität vorbei, den Bären dafür verantwortlich zu machen, dass er sich seine Nahrung in der Natur sucht. „Die zuständigen steirischen Landesräte Wegscheider und Seitinger sollen sich endlich zu Wort melden und das Gespräch mit Jägern, Forstwirten, Grundbesitzern und anderen Betroffenen suchen und organisieren!“
Gemäß der Jagd- und Naturschutzgesetze der Steiermark ist die Landesbehörde für den Bären wie für alle anderen Wildtiere zuständig. Die Landesregierung hat auch nach internationalen Rahmengesetzen die Verpflichtung, den Bären in einem günstigen Erhaltungszustand zu bewahren.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17 250
Christoph Walder, WWF-Bärenprojektleiter
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