Massiver Eingriff in geschützten Bach wird als ökologisch unbedenklich dargestellt – WWF kritisiert Schönfärberei und fordert Projektstopp
Das war die Klimakonferenz COP28: Wichtiger Fortschritt, aber zu wenig Ambition
Am Mittwoch ging die diesjährige UN-Weltklimakonferenz (COP28) zu Ende. Entscheidungsträger:innen aus über 190 Ländern trafen sich in Dubai, um fast zwei Wochen lang über die Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu verhandeln.
Die Erreichung des Hauptziels des Pariser Klimavertrags, die Erderhitzung auf 1,5° zu begrenzen, wird immer schwieriger. Umso wichtiger war also eine Einigung auf ambitionierte Maßnahmen! Das Fazit zur COP28: Es gab einen wichtigen Fortschritt, aber trotzdem zu wenig Ambition und Dringlichkeit.
Abkehr von fossilen Brennstoffen eingeläutet
Doch zuerst die guten Nachrichten: Die Weltklimakonferenz läutet die Abkehr von fossilen Brennstoffen ein. Endlich wurde eine längst überfällige Entscheidung zum Übergang weg von Kohle, Öl und Gas getroffen. Erstmals werden fossile Energieträger als Hauptverursacher der Klimakrise in einem Abschlussdokument beim Namen genannt. Doch leider gibt es auch viele Lücken und Schlupflöcher – etwa durch umstrittene und nicht hinreichend verfügbare Technologien. Nach wie vor fehlt es an Ambition und Dringlichkeit.
Zu wenig Verbindlichkeit gibt es auch bei der ersten globalen Bestandsaufnahme zu den Vorgaben für nationale Klimaschutzpläne. Die globale Bestandsaufnahme analysiert, wo die Staatengemeinschaft tatsächlich auf dem Weg zum 1,5-Grad-Limit steht und ob dieses noch erreicht werden kann. Doch es liegt an den einzelnen Staaten, entschlossen voranzugehen und Maßnahmen umzusetzen.
Ein Lichtblick ist der nunmehr handlungsfähige Fonds zur Finanzierung von Verlusten und Schäden für besonders von der Klimakrise betroffene Staaten. Der Fonds muss aber erst ausreichend finanziell dotiert werden. Und solange die Emissionen nicht stärker und schneller reduziert werden, bleibt er nur Symptombekämpfung.
Es ist Zeit, zu handeln!
Nun ist die österreichische Politik gefordert. Die Bundesregierung und Bundesländer müssen handeln. Denn: Mit dem aktuellen Kurs wird Österreich seine Klimaziele deutlich verfehlen! Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern muss deshalb beschleunigt werden. Der Energie- und Bodenverbrauch in Österreich ist viel zu hoch. Und auch der Naturschutz wird politisch vernachlässigt.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Artenschutzprojekt im Kaukasus erfolgreich: Herde mit Tiroler Bison-Kuh „Ina“ wächst
WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert
WWF zur UVP-Novelle: Umweltprüfung für Rechenzentren muss strenger werden
Aufnahme ins UVP-Gesetz positiver erster Schritt – WWF fordert niedrigere Schwellenwerte für UVP-Pflicht – In schutzwürdigen Gebieten ist geplanter Wert zehn Mal höher als ökologisch vertretbar
147 Jungvögel: Nachwuchsrekord bei Marchegger Weißstörchen
Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen
WWF: Amazonas-Fische helfen, den Regenwald zu erhalten – 144 Arten bedroht
Neuer Report: Flussverbauung und Überfischung gefährden Fischbestände und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – WWF fordert Schutz frei fließender Flüsse und wichtiger Fischlebensräume
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken
Umweltschutzorganisation fordert bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und günstigeres Klimaticket – Übergewinne der Mineralölkonzerne EU-weit besteuern













