Die vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt sich: 2026 ist der Bestand in Neuseeland so hoch, wie seit bereits 75 Jahren nicht mehr.
Die letzten 130 westlichen Grauwale stehen vor der Ausrottung
Wien, Donnerstag, 9. Februar 2012 – Der WWF hat diese Woche drei europäische Banken aufgefordert das Aussterben der letzten 130 westlichen Grauwale zu verhindern. Die drei Banken BNP Paribas, Credit Suisse und Standard Chartered sind unter den Geldgebern für ein russisches Erdölförderprojekt vor der Küste der Insel Sachalin. Nächste Woche treffen Walexperten in Genf auf Mitarbeiter dieser Banken und der russischen Ölgesellschaft „Sachalin Energy Investment Company“. Dort sollten die Banken entschieden gegen die neue Ölplattform auftreten. Der WWF lädt außerdem alle Wal-Freunde ein, eine Petition auf www.thelast130.org gegen einen weiteren Ölabbau vor Sachalin zu unterstützen.
Der russische Erdölproduzent will vor der Insel eine dritte Ölbohrplattform errichten. Die Plattform soll gefährlich nahe am wichtigsten Einzugsgebiet der westlichen Grauwale stationiert werden. Von dieser westlichen Population existieren noch maximal 130 Tiere. Nur 26 von ihnen sind fortpflanzungsfähige Weibchen. Der WWF rief deshalb die Geldgeber-Banken auf das Projekt auf die bestehenden zwei Plattformen zu beschränken. Eine dritte Ölbohrinsel war nicht Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung und könnte zum endgültigen Aussterben dieser äußerst verletzlichen Art in diesem Gebiet führen.
„Die westliche Grauwalpopulation steht am Rand der Ausrottung. Die dritte Plattform war nie Teil des Projektvorschlags. Wenn das durchgehen sollte, ist das ein Türöffner für weitere kritische Öl- und Gasförderprojekte in der Region“, warnt WWF-Meeresexperte Axel Hein. Der WWF ruft zum sofortigen Baustopp auf, bevor es für die Grauwale zu spät ist.
Im Sommer und Herbst suchen die westlichen Grauwale vor der Küste Sachalins ihre Nahrung, bevor sie ihre Winterwanderung nach Süden antreten. Sie müssen sich genügend Fett anfressen um das restliche Jahr überleben zu können. Grauwale sind die einzigen Wale, die ihr Futter am Meeresboden suchen, indem sie das Meeresbett aufwühlen und wirbellose Kleintiere mit ihren Barten aus dem Wasser filtern.
Die seichten Gewässer nahe bei Sachalin sind die einzigen Gewässer, wo die Kälber von ihren Muttertieren lernen wie man frisst. Wenn die Ausbaupläne der Ölgesellschaft weiter vorangetrieben werden, steigt das Risiko, dass die Tiere durch den Lärm und seismische Untersuchungen vertrieben werden. Auch erhöht sich die Gefahr von Meeresverschmutzungen durch den Austritt von Öl, giftigen Substanzen und Schiffskollisionen.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at.
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