Ein Drittel der Teuerung geht auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück – WWF fordert mehr Energieeffizienz, Abbau umweltschädlicher Subventionen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien – Spritpreisbremse nahezu wirkungslos
Dunkle Wolken über Durban: Klimakonferenz vor entscheidender Woche
Durban, Montag, 5. 12. 2011 – Die Klimakonferenz in Durban geht heute in die zweite und entscheidende Phase. Die erste Woche war nach Einschätzung des WWF von taktischem Geplänkel und einem Abtasten der Positionen geprägt. Weder bei den Verhandlungen über eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls noch bei den Beratungen über ein Mandat für ein internationales Abkommen ab 2015 gab es bislang entscheidende Durchbrüche. Auch über die Bereitstellung der Gelder für den so genannten Grünen Klimafonds besteht keine Einigkeit. Die USA verharren in ihrer Blockadehaltung der vergangenen Jahre und auch die EU tritt bislang wenig entschlossen auf. „Trotzdem wäre es falsch das Scheitern der Konferenz vor dessen Ende zu verkünden“, sagte Klimaexpertin Regine Günther vom WWF heute in Durban. „Die Verhandlungen stecken derzeit noch im Klimaschlamm. Die Welt erwartet bis Freitag eine Einigung, sonst verlieren wir wertvolle Zeit und viele Menschen ihr Leben“, warnt Günther.
Der WWF fordert schärfere Emissionsreduktionsziele. Keinesfalls darf man hinter den Zusagen von der Vertragsstaatenkonferenz von Cancún aus dem vergangenen Jahr zurückbleiben. Die Industrieländer müssen sich auf eine zweite fünfjährige Verpflichtungsperiode unter dem Dach des Kyoto-Protokolls einigen. Parallel dazu muss in Südafrika die Basis für ein Klima-Nachfolgeabkommen gelegt werden. Zu den Klimaverhandlungen unter dem Dach der UN sieht der WWF derzeit keine Alternative. „Unverbindliche Absichtserklärungen reichen nicht, sie müssen rechtlich abgesichert und mit Leben gefüllt werden“, so Günther. Der WWF tritt für ein neues Klimaabkommen aller Staaten bis 2015 ein. Dazu sind neben verbindlichen Zusagen der Industrieländer und ambitionierte Beiträge der wichtigsten Schwellenländer – China, Indien, Brasilien und Südafrika – notwendig. Nur so lässt sich das angestrebte Ziel erreichen den Anstieg der globalen Temperaturen auf maximal zwei Grad zu begrenzen.
Die neuesten Informationen zum Stand der Verhandlungen: www.panda.org/cop17. Ein deutschsprachiger täglicher Blog mit Fotos, Videos und Hintergrundinformationen sowie Reportageelementen ist auf www.wwf.at verfügbar.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban)
EMail: franko.petri@wwf.at
Blog aus Durban auf www.wwf.at
Skype: frankopetri
Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich
Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media
Youtube: www.youtube.com/wwfaut
Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu EABG-Verhandlungen: Regierung muss ihren Entwurf grundlegend verbessern
Naturschutzorganisation kritisiert mangelnde Kompromissbereitschaft der Koalition und fordert klare Verbesserungen bei Naturverträglichkeit
WWF: Mehr als 1.300 geschützte Tiere seit 2020 in Österreich getötet
Abschüsse von Bibern, Fischottern, Wölfen und Greifvögeln nehmen deutlich zu – WWF warnt vor „Normalisierung“ der Tötung geschützter Arten – Neue Kampagne gestartet
Almauftrieb am Hundsheimer-und Spitzerberg: Erste Beweidung seit 60 Jahren stärkt Biodiversität
Grasende Rinder sichern Lebensraum für seltene Arten – Vorzeigemodell: WWF fordert Ausweitung naturnaher Beweidungsprojekte in ganz Österreich
WWF: Wasserkrise erfordert Schutz der Natur statt rein technischer Reparaturmaßnahmen
Naturschutzorganisation unterstützt ÖVGW-Forderung nach Register für Wasserentnahmen, warnt aber vor zu starkem Fokus auf technische Lösungen – Renaturierung, Bodenschutz und Wassersparen zentral für Versorgungssicherheit
WWF: Landesrechnungshof zeigt massiven Nachholbedarf bei Renaturierung
Naturschutzorganisation fordert mehr Budget, Personal und Tempo bei der Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung – Alle Länder sowie Bundesregierung massiv in der Pflicht
Trockenheit in Österreich: BOKU-Studie zeigt Wirkung natürlicher Schutzmaßnahmen
March-Einzugsgebiet im Weinviertel untersucht: Naturbasierte Lösungen sorgen für mehr Bodenwasser, senken Dürre-Risiken und sichern Erträge der Landwirtschaft – WWF fordert „grünes Sicherheitsnetz“ für Österreich
Dürre spitzt Lage zu: WWF warnt vor Austrocknung der Unteren Lobau
Anhaltende Trockenheit verschärft Wassermangel im Nationalpark und gefährdet Biodiversität – WWF fordert Stadt Wien zum Handeln auf
WWF warnt: Drei Viertel der Fluss-Pegel in Österreich mit Niedrigwasser
Extreme Trockenheit setzt Gewässer und Arten stark unter Druck – Besondere Betroffenheit in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten – WWF fordert Schutzpaket für Flüsse












