Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
EU-Wiederaufbaufonds: WWF begrüßt geplante Aufstockung des Biodiversitätsfonds
Zusätzliche 50 Millionen Euro sollen für den Schutz der Artenvielfalt verwendet werden – WWF begrüßt Initiative der Umweltministerin: Schutz und Sanierung der Natur muss verbessert werden
Wien, Brüssel, am 15. April 2021. Laut einem aktuellen STANDARD-Bericht soll der Biodiversitätsfonds über den EU-Wiederaufbaufonds „um insgesamt 50 Millionen Euro“ aufgestockt werden. Die Naturschutzorganisation WWF Österreich sieht darin einen wichtigen Fortschritt, denn derzeit ist der nationale Fonds nur mit fünf Millionen Euro dotiert. „Die Umweltministerin setzt damit ein klares Signal, dass der Schutz der Artenvielfalt mehr Priorität bekommen muss. Vom Monitoring über die Renaturierung bis zum vorbeugenden Schutz von Ökosystemen gibt es massive Defizite, die rasch behoben werden müssen“, sagt WWF-Ökologe Arno Aschauer. Mittelfristig ist dafür laut WWF eine eigene Biodiversitätsmilliarde notwendig. „Naturbasierte Lösungen schaffen nicht nur kurzfristig Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region, sondern zahlen sich auch langfristig für uns alle mehrfach aus“, argumentiert Aschauer.
Als nächsten Schritt fordert der WWF eine wirksame Biodiversitätsstrategie. „Die neue Strategie darf kein Papiertiger werden, sondern muss einen ausreichend budgetierten Aktionsplan mit konkreten Zielen und Zuständigkeiten enthalten. Parallel dazu müssen wir die Übernutzung und Verbauung unserer Natur stoppen“, fordert Arno Aschauer. Besonders fatal sei der viel zu hohe Flächenfraß, weil zuletzt pro Tag rund 13 Hektar Boden verbraucht worden sind. „Wir brauchen dringend einen eigenen Bodenschutz-Vertrag und eine große Naturschutz-Offensive. Dafür muss vor allem der Bundeskanzler seiner Gesamtverantwortung nachkommen“, sagt der WWF-Experte.
WWF kritisiert fehlende Transparenz und Begutachtung
Als „großes Versäumnis“ bewertet der WWF die fehlende Vorlage und Begutachtung des nationalen Aufbau- und Resilienzplans, bevor ihn die Bundesregierung bei der EU-Kommission eingereicht hat. „Aus der Aarhus-Konvention ergibt sich eine Verpflichtung zur frühzeitigen effektiven Beteiligung der Öffentlichkeit bei Plänen mit Umweltauswirkungen. Stattdessen gab es nur eine Scheinbeteiligung über eine Mail-Adresse und einige wenige unverbindliche Gesprächsrunden. Das greift viel zu kurz“, kritisiert Arno Aschauer. Andere Staaten hätten erfolgreich vorgezeigt, dass eine umfassendere Beteiligung durchaus möglich war.
Rückfragehinweis:
Mag. Nikolai Moser
Leiter Kommunikation WWF Österreich
+43 664 883 92 489
nikolai.moser@wwf.at
www.wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









