Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
Greenwashing bei EU-Taxonomie: WWF leitet rechtliche Schritte ein
Atomkraft und Erdgas sollen nachhaltige Investitionen sein? Im Kriterienkatalog der EU, der Klima-Taxonomie, wird das zumindest so behauptet. Das lassen wir als WWF nicht so stehen: Mit drei anderen NGOs haben wir rechtliche Schritte gegen das Greenwashing von fossilem Gas eingeleitet. Zuvor gab es bereits einen Veto-Versuch gegen die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas, der aber im Juli im EU-Parlament gescheitert ist. Österreich hat bereits angekündigt gegen die Aufnahme der Hochrisikotechnologie Atomkraft in die Taxonomie zu klagen. Das ist gut und wichtig, greift aber zu kurz:
Denn fossiles Gas ist mindestens so klimaschädlich wie Kohle. Außerdem ist es teuer und gerade in Zeiten der Energie- und Klimakrise alles andere als eine nachhaltige Option. Die Ergänzung, durch die fossiles Gas im Kriterienkatalog für nachhaltige Investitionen aufgenommen wurde, muss wieder aufgehoben werden. Falls das nicht passieren sollte, können wir uns mit den anderen NGOs an den Europäischen Gerichtshof wenden.
Nur dann, wenn Gas und Atomkraft nicht mehr Teil der EU-Taxonomie sind, kann dieser wieder zum Goldstandard für grüne Finanzen werden. Denn eigentlich ist der Kriterienkatalog eine gute Idee – aber er muss wissenschaftsbasiert und glaubwürdig bleiben.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz
Brutsaison am Inn: WWF und BirdLife appellieren für mehr Rücksicht auf seltene Kiesbrüter
Gefährdete Vogelarten brüten am Inn – Steigende Bestände bei Flussuferläufern geben Hoffnung – Naturschutzorganisationen warnen vor Störungen durch Menschen
Steiermark: WWF kritisiert Frontalangriff auf den Artenschutz
Naturschutzorganisation warnt vor ökologischen Folgen und rechtlichen Problemen – Umdenken der Landesregierung gefordert













