Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
Hansi Hinterseer unterstützt WWF: Für Vielfalt und Leben "Am Grünen Inn"
Wien, Innsbruck, am 1. Juli 2009 – Als Partner des ORF im Rahmen der Auftaktshow der neuen Sendereihe von Hansi Hinterseer begleitete der WWF den Publikumsliebling bei den Dreharbeiten. In der Show "Am Grünen Inn" (Ausstrahlung: 4. 7. / 20.15 Uhr ORF 2) zeigt Hansi seinen Fans die Schönheiten des Tiroler Landesflusses, darunter die Rietzer Inn-Auen. Dazu Hansi: "Wenn die Leute durch meine Sendungen ein Gespür für die Natur bekommen, freut mich das. Dass sie erkennen, wie wichtig es ist, diese zu schützen und dass jeder einzelne darüber nachdenkt, was er selber dazu beitragen kann." Das Sonderschutzgebiet der Rietzer und Mieminger Inn-Auen ist nicht nur ein Schauplatz der aktuellen Hansi-Show, sondern auch umstrittener Standort eines geplanten Wasserkraftwerkes, das bei der Tiroler Gemeinde Telfs errichtet werden soll.
WWF-Ehrenpräsident Helmut Pechlaner pflichtet Hansi bei: "Ich freue mich sehr, dass die Schönheit und der Erhalt unseres Tiroler Inn im Mittelpunkt der ersten Sendung stehen!" Mit ihrem Wasserfall, den Schotterinseln und sandigen flachen Ufern seien die Rietzer Auen ein ganz besonders reizvoller Abschnitt des ansonsten stark genutzten Flusses. "Gerade dort, wo der Fluss noch lebendig ist, wie in den wunderschönen Rietzer Auen, dürfen wir nicht zulassen, dass unser Inn der kurzfristigen Energiegewinnung geopfert wird!", erklärt Pechlaner. Er appelliert an die Tiroler Landesregierung, gegen die Zerstörung einer der letzten Auwaldreste am Inn durch das Kraftwerk Telfs einzutreten.
Der WWF tritt nicht generell gegen die Nutzung der Wasserkraft auf. Pechlaner betont jedoch, dass Kraftwerke immer mit einer massiven Verschlechterung der betroffenen Flusslandschaft einhergehen. "Gerade weil nur noch ein Fünftel von Österreichs Fließgewässern intakt ist, braucht es Botschafter wie Hansi, die uns die Kostbarkeit der alpinen Flusslandschaften wieder ins Bewusstsein rufen", unterstreicht Pechlaner.
Auch WWF-Flussbotschafter und Skispringerlegende Toni Innauer war mit dabei, als Hansi in der Show ein WWF-Auwald-Camp besuchte. "Wenn man sieht, mit welchem Feuereifer die Kinder beim Naturforschen am Werk sind, dann wünscht man sich, dass diese letzten gesunden Flusslebensräume für die kommenden Generationen erhalten werden", so der begeisterte Fliegenfischer Innauer.
Österreichs Flüsse sind zwar großteils sauber, aber struktur- und artenarm. Nur noch wenige naturnahe Flussabschnitte mit intakten Auen sind erhalten geblieben, an denen sich seltene Vogelarten wie Flussuferläufer und Flussregenpfeifer wohl fühlen, und Fische wie Huchen und Äsche, oder Säugetiere wie die Fledermaus Heimat finden. Zu diesen Relikten alpiner Flusslandschaften Tirols zählt das Sonderschutzgebiet der Rietzer und Mieminger Inn-Auen bei Telfs.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel.: +43 1 48817 250
Nicole Schreyer, WWF-Alpenprogrammleiterin, Tel. +43 512 573534 25
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava













