In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Hoffnung für Mekong-Flussdelfine
Phnom Penh, Kambodscha / Wien, am 23.04.2018 – Eine heute veröffentlichte Zählung des WWF und der Regierung von Kambodscha macht Hoffnung auf das Überleben der bedrohten Flussdelfine im Mekong. In den letzten zwei Jahren stieg die Population von 80 auf 92 Delfine. Verstärkte Flusspatrouillen und strikte Beschlagnahme illegaler Kiemennetze, die versehentlich Delfine fangen und ertränken, zeigen Wirkung, freut sich Georg Scattolin, Leiter des Internationalen Programms des WWF Österreich – auch über dreifachen Nachwuchs im heurigen Jahr. Das jüngste Kalb ist eine knappe Woche alt.

358 km illegale Kiemennetze wurden in zwei Jahren aus dem halb so langen Verbreitungsgebiet der Delfine entfernt. Regierung, WWF, Tourismusindustrie und lokale Gemeinden ziehen an einem Strang. "Die Reiseveranstalter sind das Geheimnis dieser Erfolgsgeschichte, da sie eng mit der Polizei zusammenarbeiten, um Wilderei zu melden und illegale Kiemennetze zu konfiszieren", berichtet Scattolin.
200 Irrawaddy-Delfine wurden 1997 erstmals offizielle gezählt. Beifang und Lebensraumverlust dezimierte die Population auf 80 Tiere im Jahr 2013. Nun scheint die Trendumkehr gelungen. Neben dem 10-prozentigen Populations-Anstieg gibt es ermutigende Anzeichen durch eine Verbesserung der Überlebensrate der Delphine im Erwachsenenalter, einem Anstieg der Zahl der Kälber und einem Rückgang der Gesamttodesfälle.
"Flussdelfine sind Indikatoren für die Gesundheit des Mekong-Flusses. Ihre Genesung ist ein hoffnungsvolles Zeichen für den Fluss und Millionen von Menschen, die mit und von ihm leben", sagt Scattolin. Er warnt aber auch vor geplanten Wasserkraftprojekten am Mekong, darunter der Mega-Damm Sambor, die eine Bedrohung für das langfristige Überleben der Art darstellen.
Presse-Bilder für einmalige Verwendung unter Angabe des Foto-Credits:
https://bit.ly/2HjDRuY © naturepl.com / Roland Seitre / WWF
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83 488 276
florian.kozak@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













