Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Innkraftwerk Breitenbach: Vorstoß ohne Grundlagen
Innsbruck, am 4. September – Landesrat Anton Steixner äußert dieser Tage seinen Wunsch nach einer weiteren Innstaustufe bei Breitenbach. Die Ergebnisse einer im Mai von der Landesregierung beauftragten Studie zur Erhebung des Tiroler Wasserkraftpotentials sind indes noch ausständig. „Diese Wasserkraftpotentialanalyse soll neben energiewirtschaftlichen Aspekten auch die Umweltfaktoren berücksichtigen und alle relevanten Interessen einbinden“, erklärt Nicole Schreyer vom WWF. „Landesrat Steixner kennt offenbar die Ergebnisse schon vor der Fertigstellung der Studie“, kritisiert die WWF-Wasserkraftexpertin. „Ernst gemeinte Partizipation sieht jedenfalls anders aus!“
Im Rahmen der Kooperation „der.inn – lebendig und sicher“ arbeiten das Land Tirol, das Lebensministerium und der WWF seit 2007 gemeinsam an einer Verbesserung des Hochwasserschutzes und gleichzeitig der Ökologie des Inns. „Gerade bei Wörgl ist die Schaffung von Retentionsräumen für den Hochwasserschutz ein wichtiges Thema,“ erklärt Schreyer. „Ein Kraftwerk bei Breitenbach würde die gemeinsamen Bemühungen für mehr Sicherheit und Lebendigkeit des Inn konterkarieren.“ Die Wirksamkeit einer bereits umgesetzten Revitalisierungsmaßnahme direkt in Breitenbach ist anzuzweifeln. Zudem wäre eine weitere, im Rahmen des Projekts „der.inn“ geplante Aufweitung für den Hochwasserschutz im unmittelbaren Bereich von Wörgl West sinnlos.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17 250
Nicole Schreyer, WWF-Alpenprogrammleiterin, Tel. 0512/ 573534 25
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung [AL1.1]diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz
WWF zum Natura 2000-Tag: Neue EU-Daten zeigen schlechte Lage der Biodiversität in Österreich
Aktuelle FFH-Datensätze: 81 Prozent der geschützten Arten und 77 Prozent der Lebensräume in keinem günstigen Zustand – WWF fordert größere und bessere Schutzgebiete
WWF zur Inflation: Fossile Energien sind zentraler Preistreiber
Ein Drittel der Teuerung geht auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück – WWF fordert mehr Energieeffizienz, Abbau umweltschädlicher Subventionen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien – Spritpreisbremse nahezu wirkungslos
WWF zu EABG-Verhandlungen: Regierung muss ihren Entwurf grundlegend verbessern
Naturschutzorganisation kritisiert mangelnde Kompromissbereitschaft der Koalition und fordert klare Verbesserungen bei Naturverträglichkeit
WWF: Mehr als 1.300 geschützte Tiere seit 2020 in Österreich getötet
Abschüsse von Bibern, Fischottern, Wölfen und Greifvögeln nehmen deutlich zu – WWF warnt vor „Normalisierung“ der Tötung geschützter Arten – Neue Kampagne gestartet
Almauftrieb am Hundsheimer-und Spitzerberg: Erste Beweidung seit 60 Jahren stärkt Biodiversität
Grasende Rinder sichern Lebensraum für seltene Arten – Vorzeigemodell: WWF fordert Ausweitung naturnaher Beweidungsprojekte in ganz Österreich













