Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Kraftwerk Kaunertal: WWF fordert Offenlegung aller Sicherheitsrisiken
Der WWF Österreich hat am Montag 13 Fragen an die TIWAG gestellt, um offene Sicherheitsrisiken rund um das geplante Kraftwerk Kaunertal zu klären. Unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) fordert die Naturschutzorganisation die Offenlegung potenzieller Gefahrenzonen und der Flutwellen-Abschätzung rund um den Speicher Gepatsch. „Mehrere Gutachten zeigen Mängel bei der Berücksichtigung von Naturgefahren, die mit der Klimakrise extremer und gefährlicher werden. Die TIWAG hat dieses Risiko bisher kleingeredet. Daher fordern wir volle Transparenz für die Bevölkerung und eine unabhängige Prüfung, bevor die Planungen für den Ausbau des Kraftwerks weitergehen“, sagt Maximilian Frey vom WWF.
In den von der TIWAG eingereichten Unterlagen für den milliardenteuren Ausbau werden die steigenden Gefahren nur lückenhaft und auf Basis veralteter Szenarien behandelt. „Die TIWAG will ihr Prestigeprojekt durchboxen, bevor sie das Gefahrenpotenzial rund um die bestehende Anlage umfassend offengelegt hat. Das ist fahrlässig – zuerst muss die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet sein“, fordert Maximilian Frey vom WWF unter Bezug auf Experten-Gutachten. Demnach hat sich das Risiko von Bergstürzen durch den Rückgang des Permafrosts in den vergangenen Jahren vervierfacht. Im Ernstfall könnte das eine Flutwelle auslösen, die auch die Gemeinde Kaunertal erreichen würde.
Die WWF-Anfrage orientiert sich an den Leitfäden der im Umweltministerium angesiedelten Staubecken-Kommission. Daher müsste die TIWAG die angefragten Pläne für den Speicher im Kaunertal bereits erstellt haben und diese daher auch offenlegen. Die TIWAG unterliegt der Rechnungshof-Prüfpflicht, ist zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Tirol und nicht börsennotiert. Somit unterliegt sie der Informationspflicht nach dem IFG und ist zur Herausgabe von Informationen verpflichtet.
News
Aktuelle Beiträge
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel
Frühes Zeichen des Frühlings: erster Weißstorch des Jahres in Marchegg
Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur









