Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Lieferkettengesetz: WWF fordert Zustimmung Österreichs
Anlässlich der dieswöchigen Abstimmungen über das EU-Lieferkettengesetz fordert die Umweltschutzorganisation WWF den österreichischen Wirtschaftsminister Martin Kocher auf, sich an den ausverhandelten EU-Kompromiss zu halten und dem wichtigen Gesetz zuzustimmen. „Gerade ein Land wie Österreich sollte sich als glaubwürdiger EU-Partner positionieren. Daher muss Minister Kocher hier mit gutem Beispiel vorangehen und sich an den Kompromiss halten”, fordert Teresa Gäckle, Sprecherin für Sustainable Finance des WWF Österreich.
Im Gegensatz dazu könnte eine Enthaltung oder Ablehnung Österreichs das gesamte Gesetz gefährden, was ein sehr großer Fehler wäre. „Das Lieferkettengesetz hilft nicht nur dem Klima- und Naturschutz, sondern unterstützt auch österreichische Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Denn umweltschädliche Lieferketten sind ein hohes Geschäftsrisiko und gefährden die Reputation – mangelnde Sorgfalt kann daher extrem teuer kommen”, betont WWF-Expertin Teresa Gäckle.
Hintergrund: Das Europäische Parlament und der Rat einigten sich im Dezember 2023 auf einen Kompromiss zum Lieferkettengesetz. Doch nach dem möglichen Wortbruch Deutschlands und anderer Mitgliedsstaaten droht nun ein Scheitern auf den letzten Metern: „Damit könnte gerade auch Österreichs Stimme über das Zustandekommen oder Scheitern des Lieferkettengesetzes entscheiden“, so Teresa Gäckle vom WWF.
Unternehmen brauchen stabile und nachhaltige Lieferketten
Das EU-Lieferkettengesetz, kurz CSDDD, soll gerade in Zeiten unsicherer Lieferketten dringend benötigte Stabilität bringen und dazu die Transformation der Wirtschaft in Richtung Klimaschutz und Naturschutz beschleunigen. Auch viele österreichische Unternehmen – darunter IKEA Österreich, Oekostrom AG, VBV-Vorsorgekasse und Vöslauer – haben die Bundesregierung im Oktober 2023 in einem offenen Brief aufgefordert, sich für ein starkes Lieferkettengesetz einzusetzen.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









