Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
Mitterlehner macht Kniefall vor Profitgier der Energiewirtschaft
Wien, 29. April 2009 – Der WWF warnt anlässlich der heute von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierten Offensive beim Ausbau der Wasserkraft vor nicht wieder gut zu machenden Folgen. "Der geplante massive Ausbau der Wasserkraft ist kein langfristiges Konzept für eine nachhaltige Zukunft sondern ein Kniefall vor der Profitgier der Energiegesellschaften", so WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger. Derzeit ist gerade ein Plan für Österreichs Energiezukunft im Entstehen, wo die Interessensgruppen eingebunden werden sollen. Dieser Plan soll Erneuerbare Energien mit Einsparungskonzepten verbinden. "Mitterlehner kennt offenbar den fertigen Energieplan, bevor er geschrieben ist", wundert sich Aichberger. "Wenn nämlich die Energieeffizienz, die Einsparungspotenziale und der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sowie Erdwärme stärkeres Gewicht bekommen, wird die geplante Flusszerstörung unnotwendig", ist Aichberger überzeugt.
Der WWF hat berechnet, dass durch die geplante Wasserkraftflut nur der steigende Verbrauch der nächsten vier Jahre abgedeckt werden kann. "Effizienzsteigerung der bestehenden Anlagen, Energieeinsparung und der Ausbau der Erneuerbaren Energien – auch zur Schaffung von langfristigen Arbeitsplätzen – müssen Vorrang haben“", so Aichberger. Der Bau von Kraftwerken schafft langfristig kaum dauerhafte Arbeitsplätze sondern meist nur kurzfristige Stellen in der Bauwirtschaft.
"100 Millionen Euro für thermische Sanierung sind nur ein Tropfen auf einen glühend heißen Stein – ebenso wie die geplanten 500 Millionen Euro für den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Eigentlich müsste das Verhältnis umgekehrt sein – die Milliarden sollten in diese Öko-Energien fließen und die Investitionen in die Wasserkraft so weit beschränkt werden, wie es gerade noch für die Umwelt verträglich ist", warnt die WWF-Wasserkraftexpertin Nicole Schreyer.
Nicht einmal ein Drittel der Flüsse in Österreich sind noch in einem naturnahen Zustand. Ein Großteil der 100.000 heimischen Flusskilometer wurde seit den 50er Jahren brutal verbaut. Die Artenvielfalt wurde dadurch bereits erheblich dezimiert, die Erholungsräume eingeschränkt und die Hochwassergefahr hat sich verschärft. „Ein weiterer massiver Ausbau der Wasserkraft würde Österreichs letzte Flusslandschaften endgültig zerstören“, so Schreyer.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich,
Email: franko.petri@wwf.at.
Nicht einmal ein Drittel der Flüsse in Österreich sind noch in einem naturnahen Zustand. Ein Großteil der 100.000 heimischen Flusskilometer wurden seit den 50er Jahren brutal verbaut. Die Artenvielfalt wurde dadurch bereits erheblich dezimiert, die Erholungsräume eingeschränkt und die Hochwassergefahr hat sich verschärft. „Ein weiterer massiver Ausbau der Wasserkraft würde Österreichs letzte Flusslandschaften endgültig zerstören“, so Schreyer.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich
Email: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald













