WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Nach Tiwag-Schwenk: WWF fordert endgültige Kaunertal-Absage
Die Naturschutzorganisation WWF begrüßt das politisch verkündete Aus für die Tiwag-Wasserableitungen aus dem Ötztal im Zuge der geplanten Erweiterungspläne des Kraftwerks Kaunertal und fordert weitere Schritte. „Das Ötztal quasi zu entwässern, wäre in jeder Hinsicht ein Fiasko geworden. Im nächsten Schritt muss der Landeshauptmann Nägel mit Köpfen machen und den gesamten Kaunertal-Ausbau absagen, der jetzt endgültig keinen Sinn mehr macht. Stattdessen sollte die Tiwag endlich die bekannten Alternativen angehen, die ohne großflächige Naturzerstörung auskommen”, fordert WWF-Gewässerschutzexperte Maximilian Frey. Denn ohne ein Umdenken drohe ausgerechnet dem wertvollen Platzertal die totale Zerstörung. „Angesichts der gekoppelten Klima- und Biodiversitätskrise wäre es verheerend, wenn ein weiteres hochalpines Alpenjuwel mit seinen naturbelassenen Weideflächen geflutet würde”, sagt Frey.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen warnt der WWF vor einem möglichen Täuschungsmanöver von Politik und Tiwag. „Der Tiwag-Konzern besitzt derzeit immer noch die Wasserrechte am Ötztaler Wasser. Die endgültige Sicherheit für die Bevölkerung, dass das Wasser im Ötztal bleibt, gibt es daher nur, wenn das gesamte Kaunertal-Ausbauprojekt gestoppt wird. Ansonsten könnten die Wasserleitungen später einmal wieder durch die Hintertür kommen”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
Der WWF fordert erneut die ernsthafte Prüfung der Studie, wonach als Alternative die Pumpspeicherkapazitäten in der bestehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz aufgerüstet werden können. „Das wäre nicht nur schneller und günstiger realisiert als der Kaunertal-Ausbau, sondern würde auch ohne zusätzliche Naturzerstörung auskommen. Daher sollte die Tiwag dieses Projekt endlich ernsthaft angehen, anstatt es ständig nur wegzuwischen”, betont Maximilian Frey vom WWF.
Fotos des Platzertals gibt es hier: https://wwf-bilder.px.media/share/1717489697lj9u56m7LXgRZG
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten
Good News: Rekordverdächtige Tiger-Großfamilie in China gesichtet
Extrem seltene Sichtung in Nordchina: Eine Amur-Tigerin streift dort mit gleich 5 Jungtieren durch die Wälder.
WWF: Neuer IPBES-Bericht sollte Weckruf für Politik und Wirtschaft sein
Report zeigt wirtschaftliche Risiken des Verlusts von Arten und Ökosystemen – WWF fordert Gegensteuern – „Wer ohne Rücksicht auf planetare Grenzen wirtschaftet, sägt am eigenen Ast“
WWF renaturiert einen der längsten natürlichen Flussabschnitte Österreichs
Naturschutzorganisation bereitet Abbruch von zwei Dämmen vor und vernetzt 57 Flusskilometer – Radlbach und Lieser damit für Fischarten wieder verbunden
Neue Petition: Umwelt-Allianz warnt vor Kahlschlag im EU-Naturschutz
WWF: Sauberes Wasser, geschützte Arten und Naturschätze durch EU-Pläne massiv bedroht – Über 50 Umweltverbände mobilisieren gegen Angriffe
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”









