Die vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt sich: 2026 ist der Bestand in Neuseeland so hoch, wie seit bereits 75 Jahren nicht mehr.
Neuer WWF-Grillfleisch-Check: Kaum klimaschonende Alternativen im Angebot
Beim Grillen kommt der Klimaschutz zu kurz – das ist das Ergebnis des neuen WWF-Grillflleisch-Checks. Er zeigt, dass klimaschonende Alternativen im heimischen Grillsortiment Großteils fehlen und Supermärkte während der Grillsaison vor allem auf Lockangebote mit Billigfleisch setzen: Im 4-wöchigen Untersuchungszeitraum waren 90 Prozent der 196 untersuchten Grillprodukte mit Rabatten tierischen Ursprungs, davon 95 Prozent aus konventioneller Tierhaltung. Jedes fünfte beworbene Produkt stammt aus dem Ausland. Nur jedes zehnte Produkt war vegetarisch oder vegan. “Das sind falsche Anreize und Signale: Die Flugblätter sind voll mit Sonderrabatten auf Fleisch, anstatt regionale Bioware und pflanzliche Alternativen zu fördern. Das erschwert eine klimaschonende und gesunde Entscheidung, obwohl sich immer mehr Menschen nachhaltig ernähren wollen”, sagt Pegah Bayaty, Sprecherin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.
In Österreich ist der jährliche Fleischkonsum mit im Schnitt 59 Kilo pro Kopf drei bis fünf Mal so hoch wie von Umwelt- und Gesundheitsfachleuten empfohlen. Der WWF fordert daher ein grundlegendes Umdenken der Supermärkte und der Politik in Richtung einer nachhaltigen Ernährungswende: “Aufgrund der Teuerung sollte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte streichen und ein Maßnahmenpaket für eine nachhaltige Ernährungswende vorlegen. Bisher passiert hier wenig bis nichts”, kritisiert Pegah Bayaty vom WWF.
Österreichisches Fleisch, aber Futtermittel aus dem Regenwald
Der WWF kritisiert zudem, dass für das stark rabattierte konventionelle Fleisch aus Österreich häufig das Futtermittel Soja aus anderen Weltregionen importiert wird. Zugleich haben die Supermärkte nur sehr selten Bioprodukte (Anteil von fünf Prozent) angepriesen. “Nur bei Bio-Haltung ist die Fütterung ohne Regenwald-Soja garantiert. Hingegen wird zur Fütterung von konventionell gehaltenen Tieren – vor allem bei der Schweinemast – meistens importiertes Soja verwendet, für das weltweit artenreiche Lebensräume wie tropische Regenwälder und Savannen zerstört werden. Dazu kommen deutlich niedrigere Tierwohl-Standards”, erklärt Pegah Bayaty vom WWF.
Hintergrund:
Für die aktuelle Untersuchung hat der WWF im Zeitraum vom 18. April bis zum 16. Mai 2024 das Grill-Sortiment in den Flugblättern von Billa, Billa Plus, Spar, Lidl, Hofer und Penny ausgewertet. Insgesamt waren darin 196 Grillprodukte im Sonderangebot, davon 177 Fleischprodukte.
Bilder und O-Töne zum Download hier.
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