Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
Oberösterreichs Flüsse im Rampenlicht: „Fest der Flüsse“ in Linz
Wien, Linz, am 30. Juni 2009 – Im Linzer Kunstmuseum Lentos findet am 1. Juli das „Fest der Flüsse“ statt. Dabei werden die Ergebnisse der „Flussdialoge“ präsentiert. Die BürgerInnen waren seit Jahresbeginn aufgefordert, bei der Gestaltung „ihrer“ Flüsse in den fünf großen Einzugsgebieten Oberösterreichs, an Traun, Mattig, Krems, Mühl und Maltsch, mitzureden. Die Partizipation der Bürger ist eine zentrale Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). „Oberösterreich ist eindeutig bundesweiter Vorreiter bei der Einbindung und Mitgestaltung“, freut sich WWF-Wasserexpertin Nicole Schreyer über das Engagement des Landes, vor allem des grünen Landesrates Rudi Anschober. „Beim Bau von Kraftwerken wird der Lebensraum der Bürger beschnitten, also sollen sie auch mitreden dürfen“, so Schreyer.
Besonders großer Andrang herrschte bei der Veranstaltung im Frühjahr 2009 an der Oberen Traun. Für diesen Modellfluss wurde vom Land Oberösterreich, dem Lebensministerium und dem WWF eine eigene Flussraumbetreuungsstelle geschaffen. Die Obere Traun gehört zu jenen Alpenflüssen, an denen natürliche Lebensräume und Arten durch massive Eingriffe und Nutzung verloren gegangen sind. Solch begradigte und hart verbaute Flussstrecken müssen nach der EU-WWRL bis 2015 wieder in einen ökologisch guten Zustand gebracht werden. Im Rahmen des Gewässerbetreuungskonzeptes Obere Traun hat man in den letzten Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Ökologie und zum Hochwasserschutz umgesetzt, weitere ambitionierte Projekte sind geplant.
Flussraumbetreuerin Tanja Nikowitz meinte heute zu ihrer Tätigkeit: „Ich möchte bei allen Bewohnern der Traun-Gemeinden noch mehr Interesse und Begeisterung für gesunde, lebendige Flüsse wecken.“ Neben der Vernetzung von Bevölkerung, Interessensgruppen und öffentlichen Stellen dient die Flussraumbetreuung vor allem auch als Kommunikationsplattform. Beim heutigen „Fest der Flüsse“ zeigt Nikowitz Kindern anhand von Flussmodellen, wie ein ökologisch intakter Fluss funktioniert – und welche verheerenden Auswirkungen verbaute Flüsse mit sich bringen können.
Positive Initiativen wie die Flussrenaturierungen an der Traun können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreichs Flüsse ihre ökologische Funktion kaum mehr erfüllen können. Obwohl Revitalisierungsmaßnahmen natürliche Überflutungsflächen schaffen, die wesentlich zur Minderung von Hochwasserwellen beitragen, denken Politiker und die Kraftwerkslobby wieder laut über weitere Dämme nach. „Das ist gegen eine Vision für einen nachhaltigen ökologischen Hochwasserschutz in Österreich“, kritisiert Schreyer.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250
Nicole Schreyer, WWF-Wasserexpertin, Tel. 0676/83 488 402
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













