Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
Österreich braucht starke Klimaziele
Presseaussendung Greenpeace, GLOBAL 2000, WWF
Wien, 26. Juni 2015 – Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, WWF und Greenpeace präsentierten heute gemeinsam ein nachhaltiges Energieszenario für Österreich und fordern die Bundesregierung auf, ambitionierte Ziele für Österreichs Energie- und Klimapolitik zu beschließen. Laut dem vorgestellten Szenario muss Österreich bis 2050 vollständig auf Erneuerbare Energien umsteigen, seinen Endenergieverbrauch um 50 Prozent halbieren und die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent verringern. Nur so könne Österreich einen wirksamen Beitrag zur Erreichung des Zwei-Grad-Ziels leisten und Investitionssicherheit für die Wirtschaft gewährleisten.
„Österreich zahlt mehr als elf Milliarden Euro netto für die Versorgung mit klimaschädlichen fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas“, kritisieren die drei Organisationen. Das heute von WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace präsentierte Konzept „Energiezukunft Österreich“ enthält ein umfassendes Szenario, das Ziele und Handlungsbedarf für Wirtschaft, den Energiesektor, den Verkehr, die Landwirtschaft und für private Haushalte und KonsumentInnen aufzeigt. Mit einem gut durchdachten Energie- und Klimapaket können zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, rechnen die Organisationen vor. Voraussetzung dafür sind die politischen Rahmenbedingungen der Bundesregierung und des Parlaments, die nicht nur für die kommende UN-Klimakonferenz in Paris, sondern auch für die Jahrzehnte danach gelten müssen. „Angesichts der negativen Folgen des Klimawandels, der die Welt und auch Österreich noch viele Jahrzehnte beschäftigen wird, braucht es langfristige Ziele, die über die Legislaturperioden und Parteigrenzen hinaus gehen“, so die Vertreterinnen von Greenpeace, GLOBAL 2000 und WWF.
„Der derzeitige verschwenderische Energieverbrauch kann mit heimischen erneuerbaren Energien nicht abgedeckt werden. Österreich braucht eine Investitionsinitiative in Energieeffizienz und Energiespartechnologien. Der Endenergieverbrauch muss bis 2050 halbiert sein um gleichzeitig Österreichs wertvolle Naturschätze zu sichern“, so WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides.
„Wir brauchen jetzt im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris ein deutliches Signal der österreichischen Bundesregierung, dass die Zukunft den erneuerbaren Energien gehört. Österreich muss den vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energie bis 2050 beschließen und mit einem gut durchdachten Klimaschutzpaket zehntausende Arbeitsplätze schaffen“, so Leonore Gewessler, GLOBAL 2000 Geschäftsführerin.
Hanna Simons, Direktorin für Umweltpolitik bei Greenpeace: „Um den Klimawandel erfolgreich zu bekämpfen, braucht es neben einem weltweiten Klimaschutzabkommen starke nationale Klimaschutzstrategien. Der faire Anteil Österreichs beträgt minus 50 Prozent Treibhausgase bis 2030 und minus 90 Prozent bis 2050. Österreich muss dies mittels einer integrierten Energie- und Klimastrategie umsetzen.“
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF: Tel. 01-48817-250 oder 0676-83488203, Email: claudia.mohl@wwf.at
Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressesprecherin GLOBAL 2000: Tel.: 0699 142 000 20, Email: karin.nakhai@global2000.at
Kristina Schubert, Pressesprecherin Greenpeace: Tel 0664-6103998, E-Mail: kristina.schubert-zsilavecz@greenpeace.org.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich
WWF: Geplantes Salzburger Landesentwicklungsprogramm befeuert Flächenfraß
Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald













