95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung
R20-Energiekonferenz: Sinnvolle Initiative aber fragwürdige Ergebnisse?
Wien, 25. Januar 2013 – Arnold Schwarzenegger wird zwischen Kitzbüheler und Schladminger Hüttengaudi nächste Woche auch die von ihm mitbegründete R20-Energiekonferenz in Wien eröffnen. Für alle Umweltorganisationen ist der Klimaschutz ein prioritäres Ziel. Daher ist die Frage des Energiemix der Zukunft von größter Bedeutung. Die Umweltorganisationen WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und Klimabündnis Österreich begrüßen die Initiative, die weltweit Klimaschutz auf regionaler Ebene unterstützen soll. Die vier Organisationen kritisieren aber, dass die Veranstaltung als reiner Elitezirkel von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft angelegt wird und die Zivilgesellschaft (NGOs) keinen Platz bekommt. Fast 60 Beiträge stehen auf der Agenda der Konferenz, aber keine einzige österreichische oder internationale NGO wurde eingeladen, Beiträge zu Umwelt-, Klima-, Naturschutz- oder sozialen Fragen der Klimagerechtigkeit einzubringen und eventuell auch unangenehme Fragen zu stellen. Die vom Klimawandel Betroffenen aus aller Welt und die Bevölkerung werden mit Eintrittspreisen von 600 Euro aufwärts von einer Teilnahme abgehalten. „Es besteht die Gefahr, dass die Konferenz Greenwashing in großem Stil betreibt“, befürchtet Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit.
Die R20-Konferenz zielt laut ihrer Selbstdarstellung auf konkrete Beispiele und Maßnahmen ab um den Klimaschutz auf regionaler Ebene zu verbessern. „Der WWF wünscht sich von allen Teilnehmern ein Bekenntnis zu folgenden drei Prinzipien: Weltweiter Ausstieg aus den fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050, Maximierung der Energieeffizienz und des Einsparpotentials in den Industrieländern sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien für Erneuerbare Energien“, so WWF-Geschäftsführer Gerald Steindlegger.
„Wir sind gespannt, welche Antworten die UNIDO, die OMV und Renault auf den Klimawandel haben, wenn sie ihre Vorschläge für einen Energiemix der Zukunft und ihre Rolle dabei bekanntgeben“, sagte der Geschäftsführer von GLOBAL 2000, Klaus Kastenhofer, drei Tage vor der Konferenz. „Wir hoffen, dass die Vertreter der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Großbanken den längst fälligen Ausstieg aus der Finanzierung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas verkünden“, wünscht sich Peter Molnar, Geschäftsführer des Klimabündnis Österreich.
Von Bundeskanzler Werner Faymann und Bundesminister Nikolaus Berlakovich fordern die vier Organisationen, endlich die längst überfälligen Finanzierungszusagen Österreichs für eine nachhaltige Entwicklung und Klimawandelanpassung in den Entwicklungsländern bekannt zu geben. Konkret fordern die Organisationen unisono 80 Millionen Euro jährlich ab 2013. Mit dieser Summe soll Österreich seinen Verpflichtungen zur Klimafinanzierung nachkommen. Damit sollen vor allem Maßnahmen für klimafreundliche Entwicklung, der Schutz des weltweiten Waldbestandes sowie die Katastrophenvorsorge im Zuge des Klimawandels finanziert werden. Die Geschäftsführer der vier Organisationen sind als Zuhörer auf der R20-Energiekonferenz eingeladen um ihre Anliegen zu vertreten.
Rückfragehinweis:
Franko Petri, Leiter Medienabteilung WWF, Tel. 01-48817-231;
Julia Kerschbaumsteiner, Klima-Sprecherin Greenpeace, Tel. 0664-8574596:
Nunu Kaller, Pressesprecherin GLOBAL 2000, Tel. 0699-142000020;
Hannes Höller, Presse Klimabündnis Österreich, Tel. 0664-8539409.
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