Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
Rekord: WWF entschärft fast 5.000 tödliche Fallen in Vietnam
Wien, 26. März 2014 – Mehr als 4.700 tödliche Schlingfallen haben 40 vom WWF speziell beauftragte-Ranger von Jänner bis Februar 2014 in zwei Schutzgebieten in Vietnam gefunden und entschärft. In insgesamt 43 Tagen wurden außerdem 41 illegale Wilderer-Camps zerstört. Der wochenlange Einsatz in den beiden Schutzgebieten von Thua Thien-Hue und QuangNam wurde von Spendengeldern aus Österreich finanziert. „Jeder Euro an Spendengeld aus Österreich ist dort bestens eingesetzt, weil gerade in diesen beiden Schutzgebieten das seltene Saola-Rind und viele andere vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Arten leben“, freut sich Georg Scattolin über den erfolgreichen Einsatz.
Die ersten beiden Monate des Jahres sind die gefährlichsten für die Wildtiere im ganzen Jahr. Im Jänner und Februar steigt die Wilderei deshalb massiv an, weil das Fleisch von Wildtieren gerade dann sehr gefragt ist und viele Familien traditionell mit der Jagdbeute oder illegalem Holzeinschlag in den Schutzgebieten ihre Schulden abzahlen wollen. Neben der massiven Aktion gegen die professionellen Wilderer wurden auch mehrere Tiere aus den Fallen befreit, darunter Serau-Antilopen, Makaken und Languren.
Der WWF Österreich ist seit Jahren in mehreren Ländern der Mekong-Region aktiv. Mit österreichischen Spendengeldern werden dort auch Projekte zum Schutz der Wälder und das Überleben des Indochinesischen Tigers in Thailand und Myanmar unterstützt. Erst kürzlich wurden in dem vom WWF unterstützten Schutzgebiet Quang Nam ein seltenes Saola-Rind und ein Truong-Son-Muntjak-Hirsch mithilfe von Kamerafallen nachgewiesen. Beide Arten zählen zu den seltensten Säugetieren der Welt. Im September 2013 wurde das Saola dort zum ersten Mal seit 1999 mit einer WWF-Kamerafalle fotografiert. Der vietnamesische Truong-Son-Muntjak wurde als eigene Art erst 1997 in den Wäldern des Annamitengebirges in Vietnams entdeckt.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung













