Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
UVP-Stopp Kaunertal sorgt für Erleichterung
Innsbruck, am 11. März 2014 Die Aufregung um die jüngsten Aussagen von Landesrätin Ingrid Felipe bezüglich Natura2000 und um das UVP-Verfahren Kaunertal zeigen vor allem eines: Naturschutz und die geltenden Bestimmungen dazu werden nun auch in Tirol ernst genommen.
Der WWF hat seit Jahren darauf hingewiesen, dass der weitere Ausbau der Wasserkraft sich an gesetzlich verordneten Schutzgebieten orientieren muss. Das trifft bei der Isel und ihren Zubringern als potentielles Natura2000 Gebiet genauso zu wie bei dem geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal, bei dem neben Natura 2000 auch ein Ruhegebiet und ein Naturpark betroffen wären.
Es ist Felipe hoch anzurechnen, dass sie unmissverständlich aufzeigt wo ihre Prioritäten als Naturschutzlandesrätin liegen.
Der Fall des Kaunertals ist zudem speziell, wollte der Landesenergieversorger hier über alle Bedenken und ein bereits eingereichtes Kraftwerk hinweg sein Projekt durchsetzen. Dass nun höchstgerichtlich anders entschieden wurde, kann Vorstand Bruno Wallnöfer nur sehr schwer hinnehmen. Der Forderung an das Ministerium den Wasserwirtschaftlichen Rahmenplan der TIWAG für fünf Großprojekte – unter anderem KW Kaunertal und Sellrain-Silz – nun endlich zu beschließen, kann schon rein rechtlich nicht entsprochen werden, entgegnet der WWF. Schließlich hat der WWF in Zusammenarbeit mit allen großen Umweltorganisationen Österreichs bereits im vergangenen Jahr ebenfalls einen Rahmenplan ausgearbeitet und beim Ministerium eingereicht.
Dieses moderne Gesamtkonzept soll Wassernutzung und Fluss-Schutz in Einklang bringen und der Ökologie einen gleichrangigen Stellenwert gegenüber der Wasserkraft einräumen. Eine automatische Verordnung des TIWAG-Planes kann es ohne Berücksichtigung des NGO Plans nicht geben. Damit wird sich auch die TIWAG abfinden müssen.
Rückfragehinweis:
Thomas Diem, Leiter Kaunertalkampagne, Tel. 0512 57 35 35, E-Mail: thomas.diem@wwf.at
Gebhard Tschavoll, Flusskampaigner, Tel. 0512 57 35 35, E-Mail: gebhard.tschavoll@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich













