Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
Valentinstag 2009: Liebesbeweise unter Tieren
Wien, 13. Februar 2008 – Süße Leckereien, Blumen und Grußkarten – zum Valentinstag drücken Verliebte mit kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten ihre Zuneigung aus. Doch diese Tradition ist bei weitem keine rein menschliche Erfindung. Auch im Tierreich haben Präsente – besonders zur Paarungszeit – Hochkonjunktur. Bei vielen Arten versuchen die Männchen durch Hörner, Geweihe, auffällige Fiederung, bunte Farbmuster oder Mähnen ihre Konkurrenten und die Weibchen zu beeindrucken. Allerdings: “Gut aussehen allein genügt eben auch im Tierreich nicht immer”, erklärt Jutta Jahrl, Artenschutzexpertin des WWF Österreich. “Mit Geschenken und Aufmerksamkeiten wird die Partnerin zusätzlich umworben.”
Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Das weiß auch der in Österreich heimische gefährdete Eisvogel für sich zu nutzen. Er versucht seine Herzensdame mit frischem Fisch zu überzeugen. Dass der anregende Appetithappen nicht für ihn selbst ist, lässt sich daran erkennen, wenn der Fischkopf Richtung Weibchen zeigt. Die Angebetete kann ihn so nämlich leichter schlucken. Auch bei unseren nächsten Verwandten im Tierreich, den Menschenaffen, sind wohlschmeckende Präsente nicht unbekannt. Die für ihr ausschweifendes Sexualleben berühmt-berüchtigten Bonobos etwa beschenken sich mit Zuckerrohrstangen, während männliche Schimpansen ihrer Auserwählten süße Früchte servieren. “Schenkende Schimpansen sind meist erfolgreicher als ihre nicht-schenkenden Artgenossen. Kleine Aufmerksamkeiten zahlen sich eben aus”, sagt Jahrl vom WWF.
Den Liebesakt zum echten Happening macht dagegen die Rollwespe der Familie Tiphiidae. Sie spendiert ihrer Auserwählten einen Freiflug. Das ist deshalb eine besonders aufmerksame Geste, da die Weibchen ohne Flügel geboren werden und sich ohne männliche Hilfe niemals in die Lüfte erheben können. Der Lohn für die Mühe ist dabei schnell erklärt: Während des Fluges ist genügend Zeit für Sex.
Auch ein schicker Frack entbindet nicht von Geschenken: Von einigen Pinguinarten ist bekannt, dass sie sich gemeinsam ein Nest bauen und sich dafür gegenseitig mit Nistmaterial beschenken. Bei den Eselspinguinen festigt dieses Ritual jedoch nicht nur die Bindungen der Paare, sondern verschafft auch dem Nachwuchs einen klaren Vorteil. “Forscher haben herausgefunden, dass schlecht ausgebaute Pinguinnester schneller feucht und matschig werden, was die Überlebenschancen der Jungen senkt”, erklärt Jahrl. Mit Steinen versuchen auch die männlichen Süßwasserdelphine im Amzonas bei der Brautschau zu punkten. Sie sammeln die Findlinge auf und präsentieren sie der Angebeteten in ihrem Maul.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231
Fotos auf Anfrage bei Christoph Schönbäck, WWF Medienassistenz, Tel. 01-48817-239.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima













