Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Vorsicht, Kamera!
WWF Presseaussendung
Vorsicht, Kamera!
WWF lässt mit neuer Technik Dutzende Wilderer auffliegen
Nairobi/Berlin, Wien, 22. 11. 2016 – Mithilfe von Wärmebildkameras und einer speziellen Computersoftware konnte der WWF in Ostafrika in den letzten Monaten zahlreiche Wilderer aufspüren. Seit der testweisen Installation der Technik im Masai Mara-Reservat in Kenia sowie einem weiteren Schutzgebiet des Landes Anfang März wurden auf diese Weise mehr als zwei Dutzend Wilderer festgenommen. Mit den Kameras und der Software, die Menschen auch auf weite Distanz erkennen kann, ist es nach Angaben der Umweltschützer erstmals möglich, weitläufige Gebiete auch bei Nacht effektiv zu kontrollieren. „Die Zeit, in der Wilderer im Schutz der Dunkelheit in die Reservate eindringen und wieder fliehen konnten ist vorbei“, so Colby Loucks, Referent für Wildtierkriminalität beim WWF.
„Die Ranger bekommen mit den Kameras und der Software nun die Hilfe, die sie so dringend benötigen. Selbst bei absoluter Finsternis können wir Wilderer nun bis auf eine Meile Entfernung entdecken“, so Loucks weiter. Laut WWF ist es das erste Mal, dass die Technik jenseits militärischer Zwecke angewandt wird. Langfristiges Ziel sei es, auch Drohnen mit den Wärmebildkameras und der Software auszustatten. Auf diese Weise könnten noch größere Regionen vor der illegalen Jagd geschützt werden.
Afrika erlebt seit einigen Jahren eine dramatische Wildereikrise. Allein im vergangenen Jahr wurden ungefähr 30.000 Elefanten und knapp 1.340 Nashörner getötet, hinzu kommen unzählige weitere Arten, die von Handlangern des illegalen Artenhandel gewildert, geschmuggelt und verkauft wurden. Laut WWF wird das Geschäft vor allem von der international organisierten Kriminalität gelenkt. Dabei ist die Wilderei nicht nur eine Gefahr für die Tierwelt, sondern untergräbt das staatliche Gewaltmonopol, fördert Korruption und behindert die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen.
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, Pressestelle WWF Österreich, Tel.: 0043 676 83 488 203, claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen













