In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Weltfischereitag: Jeder zehnte Mensch von Überfischung bedroht
Wien – Am heutigen Welttag der Fischerei warnt der WWF vor den Auswirkungen überfischter Meere auf Menschen rund um den Globus. 33 Prozent der Fischbestände sind überfischt und 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Ein Negativtrend, den der Klimawandel zusätzlich zu befeuern droht. Leidtragende sind vor allem Entwicklungsländer. "Fisch ist essenzielle Proteinquelle für mehr als drei Milliarden Menschen. 800 Millionen Menschen leben direkt oder indirekt von Fischerei. Überfischung ist damit für jeden zehnten Menschen existenzbedrohend", warnt Simone Niedermüller, Meeresbiologin des WWF Österreich.
Am Spiel steht nicht weniger als die globale Ernährungssicherheit. Menschen in Entwicklungsländern sind in hohem Maße von Fisch-Protein und -Nährstoffen abhängig. Der Klimawandel droht aber gerade im globalen Süden zu drastisch weniger Fisch zu führen. Europa, der weltweit größte Markt für Fisch und Meeresfrüchte, steht in der Verantwortung. 60 Prozent des konsumierten Fischs werden importiert, mehr als die Hälfte davon aus Entwicklungsländern. Österreich importiert ganze 95 Prozent zur Deckung des Bedarfs. "Unser Konsumverhalten spielt eine zentrale Rolle im Kampf um eine nachhaltige Wende in der weltweiten Fischerei, von der nicht nur Meere, sondern auch Millionen von Menschen profitieren", appelliert Niedermüller.
KonsumentInnen empfiehlt der WWF, Fisch als Delikatesse zu betrachten und nachhaltige Produkte zu wählen. Dabei hilft der WWF Fischratgeber. Mit Informationen zu Gütesiegeln und Fischbewertungen nach dem Ampelsystem bietet er schnelle und einfache Orientierungshilfe beim Einkauf.
WWF Kampagne "Verschwinden Fische, verschwinden Menschen":
https://fischratgeber.wwf.at/kampagne
Sujets und Fotos sind auf Anfrage erhältlich.
WWF Fischratgeber:
https://fischratgeber.wwf.at
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83 488 276
florian.kozak@wwf.at
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