September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
WWF-Erfolg: Weniger Konflikte zwischen Inuit und Eisbären
In der kanadischen Hudson Bay liegt die winzige Inuit-Siedlung Whale Cove. Hier leben nur etwa 350 Menschen, die weitgehend von der Jagd leben. Leider finden auch immer wieder hungrige Eisbären ihren Weg in die Siedlung.
Eigentlich haben die Inuit durch traditionelles Wissen gelernt, friedlich mit den Eisbären zu koexistieren. Eisbären haben schon immer in den Sommermonaten Küstengebiete durchstreift, bis sich das Packeis auf dem Meer wieder ausdehnt und den Eisbären erlaubt, auf dem Meerespackeis Robben aufzulauern. Doch aufgrund der Erderhitzung erreicht das Packeis immer später die Küsten. Doch je länger die Wartezeit, umso mehr steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Mensch-Eisbär Konflikten an den Küstengebieten.
Die Tiere nähern sich immer häufiger den Siedlungen – das führt zu brenzligen Situationen, die sowohl für Menschen als auch Eisbären gefährlich werden können. Doch der WWF konnte mit kleinen Maßnahmen große Wirkung erzielen und die Mensch-Tier-Konflikte reduzieren!
Maßnahmen des WWF
Der WWF Kanada erforschte, was genau die Eisbären anlockt. Nun wurde der Grund gefunden: Die von der Jagd lebenden Bewohner:innen erlegten die Tiere direkt am Strand. Dadurch blieben Jagdabfälle zurück, deren Geruch die Eisbären anzog. Der WWF empfahl deshalb den Jäger:innen, die tierischen Überreste im Meer zu entsorgen.
Für die bestehenden Eisbär-Patrouillen in Whale Cove wurden außerdem neue Funkgeräte gekauft sowie die Anschaffung eines Funkturms mitfinanziert. So können Bärensichtungen oder frischen Spuren schneller und effizienter gemeldet werden. Auch ein beliebtes Bärenversteck unter dem Lebensmittelladen im Ort wurde identifiziert und mit Zaundraht versperrt. Mehrere Schiffscontainer mit eingelagerten Vorräten wurden zudem so umgestellt, dass sich dazwischen keine Bären verstecken können. Und im Ort wurden zusätzliche Straßenlaternen angebracht, damit die Menschen sich in der Dunkelheit sicherer bewegen können.
Mehr Infos dazu, wie der WWF die Eisbären schützt, gibt es hier.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register
Welttierschutztag: WWF fordert Ende der Verfolgung geschützter Wildtiere
Wolfsabschüsse auf Rekordniveau, Tötungskontingente für über 1.000 Biber – WWF: Bund und Länder müssen Prävention und Artenschutz stärken
WWF zu Wolfsabschuss in Arzl: DNA-Befund weist Goldschakal nach
Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
WWF: Tiwag will Gefahrenanalysen weiter geheim halten
Energiekonzern bekämpft gerichtlich angeordnete Herausgabe vor Verfassungsgerichtshof – WWF kritisiert Geheimhaltung sicherheitsrelevanter Informationen – Unterlagen auch für Kaunertal-Ausbau relevant
WWF kritisiert zynische Werbung mit Tierleid: Versicherungsanbieter muss Kampagne stoppen
„Reh umgefahren – halb so wild“: Versicherung verharmlost Wildunfälle – WWF fordert Rücknahme des Sujets und verantwortungsvolle Werbung
WWF: Österreich verschwendet täglich rund 140 Lkw-Ladungen Lebensmittel
Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
WWF warnt vor Ausweitung von Kärntens rechtswidriger Abschusspolitik
Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen










