Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
WWF-Erfolg: Weniger Konflikte zwischen Inuit und Eisbären
In der kanadischen Hudson Bay liegt die winzige Inuit-Siedlung Whale Cove. Hier leben nur etwa 350 Menschen, die weitgehend von der Jagd leben. Leider finden auch immer wieder hungrige Eisbären ihren Weg in die Siedlung.
Eigentlich haben die Inuit durch traditionelles Wissen gelernt, friedlich mit den Eisbären zu koexistieren. Eisbären haben schon immer in den Sommermonaten Küstengebiete durchstreift, bis sich das Packeis auf dem Meer wieder ausdehnt und den Eisbären erlaubt, auf dem Meerespackeis Robben aufzulauern. Doch aufgrund der Erderhitzung erreicht das Packeis immer später die Küsten. Doch je länger die Wartezeit, umso mehr steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Mensch-Eisbär Konflikten an den Küstengebieten.
Die Tiere nähern sich immer häufiger den Siedlungen – das führt zu brenzligen Situationen, die sowohl für Menschen als auch Eisbären gefährlich werden können. Doch der WWF konnte mit kleinen Maßnahmen große Wirkung erzielen und die Mensch-Tier-Konflikte reduzieren!
Maßnahmen des WWF
Der WWF Kanada erforschte, was genau die Eisbären anlockt. Nun wurde der Grund gefunden: Die von der Jagd lebenden Bewohner:innen erlegten die Tiere direkt am Strand. Dadurch blieben Jagdabfälle zurück, deren Geruch die Eisbären anzog. Der WWF empfahl deshalb den Jäger:innen, die tierischen Überreste im Meer zu entsorgen.
Für die bestehenden Eisbär-Patrouillen in Whale Cove wurden außerdem neue Funkgeräte gekauft sowie die Anschaffung eines Funkturms mitfinanziert. So können Bärensichtungen oder frischen Spuren schneller und effizienter gemeldet werden. Auch ein beliebtes Bärenversteck unter dem Lebensmittelladen im Ort wurde identifiziert und mit Zaundraht versperrt. Mehrere Schiffscontainer mit eingelagerten Vorräten wurden zudem so umgestellt, dass sich dazwischen keine Bären verstecken können. Und im Ort wurden zusätzliche Straßenlaternen angebracht, damit die Menschen sich in der Dunkelheit sicherer bewegen können.
Mehr Infos dazu, wie der WWF die Eisbären schützt, gibt es hier.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava













