26 gute Vorsätze für die Landesregierung veröffentlicht: Krisensicherheit mit natürlichen Schutzmaßnahmen erhöhen, Bodenversiegelung eindämmen, Energiewende ohne Kaunertal-Ausbau umsetzen
WWF: Geplante Wolfs-Verordnung in der Steiermark ist rechtswidrig
In ihrer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Naturschutzorganisation WWF Österreich den Entwurf der steirischen Wolfsverordnung, die weitere Eingriffe in den Schutzstatus des Wolfs ermöglichen soll. „Das Vorgehen der Landesregierung ist höchst fragwürdig. Die geplante Verordnung widerspricht den europäischen Rechtsvorgaben und dem Steiermärkischen Naturschutzgesetz, das Einzelfallprüfungen vorsieht“, sagt WWF-Experte Christian Pichler. Laut dem Entwurf können Wölfe auch ohne individuelle Identifizierung getötet werden, sobald etwa ein Zusammenhang mit einem Nutztierriss auch nur vermutet wird. “Die geplante Verordnung ignoriert grundlegende Schutzvorgaben für den Wolf und erlaubt Tötungen, die weder fachlich noch rechtlich gerechtfertigt sind”, so Christian Pichler.
Der Wolf befindet sich in Österreich weiterhin nicht in einem günstigen Erhaltungszustand. Daher sind Entnahmen laut EU-Recht nur in Ausnahmefällen erlaubt und müssen nachweislich den Bestand schonen. „Die steirische Verordnung erfüllt diese Anforderungen nicht. Gleichzeitig ist das Monitoring anhaltend mangelhaft“, kritisiert Christian Pichler. Denn die geschützten Tiere werden oft nur dann registriert oder dokumentiert, wenn sie zufällig gesichtet oder gefunden werden. Zudem müssen Abschüsse erst nach bis zu 48 Stunden gemeldet werden. „Das sind Defizite, die das Risiko von Abschüssen der falschen Tiere deutlich erhöhen und somit nichts zur Konfliktlösung beitragen“, sagt Pichler.
Der WWF-Experte fordert einen Fokus auf präventive Schutzmaßnahmen, wie Herdenschutzhunde, Hirten und Elektrozäune. „Fachgerechter Herdenschutz ist ein Gebot der Stunde. Umso fragwürdiger ist die Streichung von Förderungen für Herdenschutz-Maßnahmen 2024 durch die zuständige Politik. Das hat die Situation unnötig verschärft und geht letztlich auf Kosten der betroffenen Landwirtschaft“, sagt Christian Pichler.
Bilder hier.
News
Aktuelle Beiträge
Artenschutz-Bilanz: WWF kürt die Gewinner und Verlierer des Tierreichs 2025
Naturzerstörung, Wilderei und Klimakrise gefährden zahllose Tierarten – WWF zieht gemischte Bilanz und fordert Naturschutz-Offensive – Lichtblicke dank erfolgreicher Artenschutz-Projekte
Illegaler Wolfs-Abschuss: WWF fordert Aktionsplan gegen Wildtierkriminalität
Im Mühlviertel getöteter Wolf war nicht zum Abschuss freigegeben – Bereits 26. Wolf heuer in Österreich ums Leben gekommen
WWF: Geplante Jagd-Verordnung in Niederösterreich ist rechtswidrig
Novelle würde rechtswidrige Wolfs-Tötungen ermöglichen – WWF fordert Überarbeitung und „zielführendes Wolfs-Management“
Kaunertal-Ausbau: WWF-Analyse enthüllt Gutachter-Kritik an Tiwag-Plänen
WWF erkämpft Akteneinsicht in Landes-Gutachten und belegt unvollständige Tiwag-Unterlagen – Sachverständige sehen offene Gefahren – WWF fordert Stopp des UVP-Verfahrens
Schlechtes Zwischenzeugnis für Österreichs Renaturierungsplan
Europaweite Analyse durch mehrere Umweltverbände: Österreich landet in der Kategorie der Länder mit geringen Fortschritten – Mehr Ambition und Budgetsicherheit für Renaturierung gefordert
Good News: Spektakuläres Comeback von Tiger Gamma in Thailand
Erfreuliche Wendung in Thailand: Der verschollen geglaubte Tiger Gamma ist wieder aufgetaucht. Seine Reise durch neu geschaffene Wildtierkorridore zeigt eindrucksvoll, wie Tiger-Schutz wirkt.
Silvester: Stressnacht für Tiere und Umwelt – WWF fordert Verbot von Böller-Verkauf
Leid für Wild- und Haustiere, Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefahren durch Feuerwerkskörper – WWF fordert Verkaufsstopp
Neuer Biodiversitätsbericht: WWF fordert Naturschutz-Offensive
Wissenschaft warnt vor Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise für Österreich und schlägt Lösungen vor – WWF für rasche Umsetzung „natürlicher Schutzmaßnahmen”










