Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF kritisiert EU-Beschluss: Fischereiminister finanzieren Überfischung weiter
Wien, 24.10.2012 – Europas Fischereiminister haben in der Nacht zu Mittwoch entschieden, die Modernisierung der EU-Fangflotte weiterhin zu subventionieren. Der WWF kritisiert den Beschluss des Ministerrates. Insbesondere die Blockadehaltung der südeuropäischen Staaten empört die Umweltschützer. Vor allem Mittelmeeranrainerstaaten hatten darauf hingewirkt, dass 15 Prozent der Europäischen Fischereiförderung bis zum Jahr 2017 für den Neubau, die Modernisierung und die Einkommensausfälle bei der Stilllegung von Fischereifahrzeugen verwendet werden dürfen.
„Die Entscheidung der EU-Fischereiminister ist ein totaler Fehlschlag und bremst die Reform für nachhaltige Fischerei aus“, kritisiert Georg Scattolin, Meeresexperte des WWF. „Damit wird wieder am Kernproblem der EU-Fischereipolitik vorbeiregiert – denn die Überkapazitäten als Treiber der Überfischung bleiben bestehen und dürfen sogar ausgebaut werden.“
Nach Angaben der EU-Kommission wird Europa zwischen 2003 und 2015 rund 1,3 Milliarden Euro für die Stilllegung bzw. Abwrackung von Fischereischiffen bezahlen. Im gleichen Zeitraum sank jedoch lediglich die Anzahl der Schiffe, während die effektive Fangkapazität der verkleinerten Flotte weiter anstieg. „Mit modernen Schiffen, die wenig Sprit verbrauchen, aber viel Fisch fangen können, wird man die Überfischung nicht eindämmen“, so WWF Experte Scattolin abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: presse@wwf.at
Georg Scattolin, WWF-Meeresexperte. Tel. 01/488 17-265, E-Mail: georg.scattolin@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.
WWF-Bericht: Klimaschäden bald nicht mehr versicherbar
Bericht zeigt großen Handlungsbedarf bei der Vorsorge gegen klimabedingte Schäden – WWF legt 4-Punkte-Plan gegen aufgehende Versicherungslücke vor
Hochseeabkommen tritt in Kraft: WWF sieht „historische Chance” für den Meeresschutz
Rund zwei Drittel der weltweiten Meeresoberfläche ab Samstag erstmals unter Schutz – WWF begrüßt das Abkommen und fordert lückenlose Umsetzung
Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
Bundesregierung sollte Steuern vor allem auf pflanzliche Lebensmittel senken – Etwaige Subventionierung des Fleischabsatzes wäre klimaschädlich und gesundheitspolitisch falsch
Neue UBA-Prognose: WWF fordert Sofortprogramm zum Erreichen der Klimaziele
Österreich droht Klimaziele zu verfehlen, Strafzahlungen in Milliardenhöhe möglich – WWF fordert Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie Natur- und Bodenschutz-Offensive
Winterzeit ist Ruhezeit: WWF gibt Tipps zum Schutz von Wildtieren
Störungen in der kalten Jahreszeit gefährden heimische Arten – WWF ruft zu rücksichtsvollem Verhalten in der Natur auf
Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag verweigert Auskünfte zu möglichen Sicherheitsrisiken
WWF-Informationsfreiheits-Anfrage nur lückenhaft bis gar nicht beantwortet: Landesenergiekonzern will Gefahrenberichte, Flutwellen-Szenarien und Hangrutsch-Monitoring im Kaunertal geheim halten













