Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
WWF: Neues Brutfloß sichert Überleben der bedrohten Flussseeschwalbe
Die Naturschutzorganisation WWF Österreich und die Forstverwaltung Baumgarten intensivieren ihre Arbeit zum Schutz der Flussseeschwalbe und haben dafür ein zweites Brutfloß renoviert. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Projekts “Artenhotspot Auenreservat Marchegg” umgesetzt. Platziert ist das erneuerte Brutfloß inmitten eines Baggerteichs nahe Zwerndorf in Niederösterreich. Hier befindet sich auch die letzte Brutkolonie der bedrohten Flussseeschwalbe in Ostösterreich. An derselben Stelle hat der WWF bereits im Vorjahr ein künstliches Brutfloß errichtet, das den Vögeln auch weiterhin einen geschützten Nistplatz bietet. “Der Erfolg der Vergangenheit zeigt, dass wir den Flussseeschwalben mit einem Brutfloß das Überleben sichern und sie damit in den March-Thaya-Auen halten können”, sagt Projektleiter Jurrien Westerhof vom WWF. Aufgrund der vielen Flussverbauungen fehlen den Vögeln die natürlichen Kiesbänke, die sie zum Brüten brauchen. Der WWF fordert daher umfangreiche Renaturierungs- und Schutzmaßnahmen an der gesamten Fließstrecke der March. Dadurch würden neben der Flussseeschwalbe auch zahlreiche weitere Arten, wie Flussregenpfeifer, Eisvogel oder Uferschwalbe ein Stück ihres natürlichen Lebensraumes zurückbekommen.
Nur noch drei Flussseeschwalben-Kolonien in Österreich
Flussseeschwalben waren früher in Europa weit verbreitet: Die weißen bis hellgrauen Vögel mit dem gegabelten Schwanz und dem roten Schnabel waren nicht nur in Küstennähe, sondern auch im Binnenland entlang von Flüssen wie etwa der Donau, dem Inn oder eben der March zu finden. Heute ist die Art in Österreich bedroht. Die Hauptursache dafür sind die Zerstörung der natürlichen Flussdynamik durch die Regulierung der Flüsse, Kraftwerksbauten und die Schifffahrt. Derzeit brüten hierzulande nur noch drei Kolonien: am Rhein in Vorarlberg, am unteren Inn in Oberösterreich und im niederösterreichischen Zwerndorf. In Niederösterreich galten die Zugvögel in den 1990er-Jahren bereits als ausgestorben.
Dabei sind Flussseeschwalben bei der Wahl ihres Nistplatzes nicht besonders anspruchsvoll: “Es genügt eine offene Schotterfläche mit guter Rundumsicht, geschützt vor Räubern und anderen Störungen – also idealerweise eine Insel im Fluss”, erklärt Jurrien Westerhof vom WWF. Deshalb werden auch künstliche Nistplätze, wie das mit Kies bedeckte Brutfloß, von den Flussseeschwalben gerne angenommen.
Ein Making-Of-Video zum Bau eines Brutfloßes, eine Bauanleitung sowie weitere Informationen gibt es auf der WWF-Website.
Fotos des Brutfloßes und der Flussseeschwalbe gibt es hier.
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten










