Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF: Neues Klimaschutz-Ranking muss Weckruf für Europa und Österreich sein
Brüssel, Wien. Das aktuelle Ranking des „Climate Action Network“ verdeutlicht den enormen Handlungsbedarf in der europäischen und österreichischen Klimapolitik: Gemäß dem Bericht unternehmen alle 28 EU-Länder viel zu wenig, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Österreich ist von den Vorreitern weit entfernt und belegt nur den 14. Platz im schlechten Mittelfeld. „Das Ranking sollte ein Weckruf für Europa und Österreich sein. Wir müssen viel mehr tun, um die Klimakrise einzudämmen. Es ist schon fünf nach zwölf“, warnt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann vor weiterem Stillstand in Europa.
Bezogen auf Österreich empfiehlt der Bericht, die nationale Klimastrategie zu verbessern und konkrete Schritte zur Zielerreichung vorzulegen, dazu zähle insbesondere eine ökologische Steuerreform. Zudem müssten die Subventionen für fossile Energieträger so rasch wie möglich gestrichen werden. „Das gesamte Steuer- und Abgabensystem muss auf Klimaschutz getrimmt werden, wenn wir unsere internationalen Verpflichtungen ernst nehmen. Umweltschädliche Subventionen müssen der Vergangenheit angehören“, bekräftigt Schellmann die WWF-Position.
Energieeffizienz-Ziele erhöhen und mit Leben erfüllen
Entsprechend der Analyse fordert der WWF, dass die Bundesregierung im Inland die längst bekannten Maßnahmen setzt und sich in Europa der Gruppe der besonders ambitionierten Länder anschließt. „Ganz aktuell sollte sich Österreich für höhere Effizienzziele von zumindest 35 Prozent einsetzen und parallel dazu neue Energiesparmaßnahmen im Inland vorlegen. Das wäre gerade jetzt ein wichtiges Signal“, sagt Schellmann mit Blick auf den kommenden EU-Ratsvorsitz.
Das „Climate Action Network“ hat den ersten Platz nicht vergeben, weil kein Land die Kriterien dafür erfüllt hat. Denn der Bericht bewertet nicht nur die Rolle, die EU-Mitglieder bei der Festlegung ehrgeiziger Klima- und Energieziele spielen, sondern auch die Fortschritte, die sie bei der Verringerung der CO2-Emissionen und der Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz im eigenen Land schaffen.
Der heute veröffentlichte Bericht ist online unter dem folgenden Link abrufbar: http://www.caneurope.org/docman/climate-energy-targets/3357-off-target-ranking-of-eu-countries-ambition-and-progress-in-fighting-climate-change/file
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert













