Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF zur Marchfeld-Schnellstraße: Es geht um Klima- und Bodenschutz, nicht nur um den Triel!
St. Pölten, Wien, am 11. März 2020. Die Naturschutzorganisation WWF Österreich kritisiert den unausgegorenen Schnellschuss des Landes Niederösterreich, ausgerechnet den ASFINAG-Vorschlag zur Anpassung des Triel-Schutzgebiets zu forcieren. „Selbstverständlich gehören vom Aussterben bedrohte Vögel wie der Triel umfassend geschützt und dafür trägt Niederösterreich eine große Verantwortung. Dafür braucht es aber ein gut abgestimmtes Gesamtkonzept, das nicht in erster Linie auf den Interessen der Autobahnlobby beruht“, kritisiert Jurrien Westerhof vom WWF Österreich. „Dass das Land nach jahrelanger Untätigkeit schlagartig ein Schutzgebiet anpassen will, um ein zum Scheitern verurteiltes fossiles Projekt durchzuboxen, spricht Bände. Fakt ist, dass wir uns die Marchfeld-Schnellstraße allein schon aufgrund der katastrophalen Folgen für den Klima- und Bodenschutz nicht mehr leisten können“, sagt Westerhoff. Zusätzlich würde eine großteils unverbaute Natur- und Kulturlandschaft massiv zerschnitten. Insgesamt wären drei Europaschutzgebiete, darunter das Naturjuwel March-Thaya-Auen, bedroht.
Klimacheck ernst nehmen: WWF fordert Öffi- und Radweg-Offensive
Erst am Dienstag hat der Umweltausschuss des Nationalrats mit Vier-Parteien-Mehrheit einen verpflichtenden und unabhängigen Klimacheck gefordert, der sowohl die CO2-Emissionen als auch den Bodenverbrauch berücksichtigt. „Bundes- und Landesregierung müssen daher konsequent handeln und die ASFINAG einbremsen. Fossile Großprojekte, die zu einer massiven Erhöhung klimaschädlicher Emissionen führen, gehören sofort auf Eis gelegt. Stattdessen muss die Politik umweltfreundliche Alternativen für die Menschen schaffen“, fordert WWF-Vertreter Jurrien Westerhof. „Gerade das Marchfeld braucht dringend eine große Offensive für den Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und eine neue Radweg-Infrastruktur.“
Rückfragehinweis:
WWF Österreich
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation;
Mobil: +43664 501 31 58
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima













