• Platzerbach, © by Christoph Praxmarer
    Platzerbach
  • Aktion Einmarsch der Tiere bei BM Rupprechter gegen das Kraftwerk Kaunertal, © by WWF_David Prokop
    Aktion Einmarsch der Tiere bei BM Rupprechter gegen das Kraftwerk Kaunertal
  • KW Kaunertal, © by WWF AT
    KW Kaunertal
    Nein zu den Skandalplänen der TIWAG

Bedrohte Alpenjuwele: Das Kaunertal

Von urzeitlichen Gletschern über kühle Bergseen bis zu ungestümen Achen
Vier unberührte Hochgebirgsbäche und ein idyllisches Hochtal sind durch eine 120 Meter hohe Staumauer bedroht! Das bedeutet die Zerstörung der letzten alpinen Wildnislandschaften im Tiroler Oberland!

Drei Täler Monsterprojekt mitten in sensiblem Hochgebirgs-Ökosystem


Für den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal südlich von Landeck sollen vier ökologisch intakte Wildflüsse über 25 km lange Tunnelsysteme in einen bestehenden Speicher umgeleitet, sowie ein riesiger neuer Speichersee mit einem 120 Meter hohen und 450 Meter breiten Staudamm im Platzertal errichtet werden. Insgesamt drei Talschaften - das Kaunertal, das Ötztal und das Platzertal sind von diesem Projekt betroffen. Die enormen Tunnelsysteme würden mehrere Naturschutzgebiete bedrohen.

KW Kaunertal, © by WWF AT

Kostbares, unberührtes Hochtal


Das Aufstauen des Platzertal auf 2.300 Meter Seehöhe wäre aus ökologischer Sicht ein Desaster. Denn das von menschlichen Eingriffen fast unberührte, majestätische Hochtal, zählt zu den bedeutendsten Lebensräumen im gesamten Alpenraum und muss deshalb unbedingt erhalten bleiben. Es beherbergt EU-rechtlich geschützte Lebensräume wie alpine Moorlandschaften, Trockenbiotope und selten gewordene mäandrierende (gewundene) Gewässerabschnitte.

Platzertal, © by Praxmarer

Öko – Schatzkammer Ötztaler Alpen


Die gesamte Region der Ötztaler Alpen kann als wahre „Ökoschatzkammer“ bezeichnet werden.  Die beeindruckende  Gebirgs- und Gletscherwelt der südlichen und zentralen Ötztaler Alpen mit einer Vielzahl von über 3.000 m hohen Gipfeln und einem Mosaik verschiedenster Naturschutzgebiete (darunter Natura 2000 Gebiete, Ruhegebiete und Naturparks) bietet typischen alpinen Tierarten wie dem Steinadler, dem schmetterlingsbunten Mauerläufer und dem Murmeltier wichtige Rückzugsräume und Brutareale. Auch das in unseren Breiten seltene Steinhuhn findet hier noch intakte Lebensräume vor.
Nähere Informationen zu den Ökoschätzen finden Sie hier.

Flussheiligtum Ötztaler Ache


Bereits seit dem Jahr 1998 ist die Ötztaler Ache Österreichisches Flussheiligtum. Damals verpflichteten sich das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und der WWF gemeinsam diese besonders wertvolle heimische Flussstrecken dauerhaft vor Eingriffen zu schützen.

Dennoch sind diese seltene Hochgebirgsbäche durch die Kraftwerksplänen akut bedroht – Gurgler und Venter Ache, sowie Königs- und Ferwallbach zeichnen sich durch einen sehr ursprünglichen, vom Menschen nahezu unbeeinflussten Zustand und hohe ökologische Wertigkeit aus. Nur mehr 14 Prozent der österreichischen Fließgewässer sind gegenwärtig in Österreich ökologisch noch so intakt.

Wilde Wasser


Die Ötztaler Ache ist nicht nur aus ökologischer Sicht ein Naturjuwel. Sie gilt auch als eine der schönsten und anspruchsvollsten Rafting – und Kajakstrecken der Alpen. Zigtausende Erholungssuchende besuchen die Region wegen ihrer einmaligen Natur.

„Rütlischwur“ gegen Kraftwerk Kaunertal


Die größten Umweltschutzorganisationen Österreichs WWF, Greenpeace, GLOBAL 2000 und Ökobüro sagen gemeinsam „Nein zum Kaunertal“ weil seine Verwirklichung einem ökologischen Desaster gleichkäme. Im Oktober 2014 überreichten mehr als 30 Umweltaktivisten, darunter viele als Alpentiere verkleidet, dem Umweltminister Andrä Rupprechter 20.000 Unterschriften gegen das Monsterprojekt.
Auch die Bürgerinitiative Lebenswertes Kaunertal, Bauern des Ötztales, und Fischereiorganisationen des Landes stehen an der Seite des WWF gegen das Projekt.
Dazu finden Sie ein Video hier.


Klares Votum der Bevölkerung gegen Wasserkraftprojekte in Hochtälern


Nicht nur der WWF spricht sich klar gegen das TIWAG Monster Projekt Ausbau Kraftwerk Kaunertal aus, auch die Tiroler Bevölkerung zeigt solchen Kraftwerksplänen gegenüber eine ablehnende Haltung: Neue Kraftwerksbauten im Gebirge stoßen generell auf breite Ablehnung: Nur ein Prozent aller Befragten im Oberinntal sprechen sich dafür aus, dort neue Speicher zu errichten.

Nicht um jeden Preis


Generell begrüßt der WWF den Ausbau erneuerbarer Energiequellen, fordert jedoch eine brauchbare strategische Planung für ganz Österreich ein, um sowohl das Bedürfnis der Bevölkerung nach Energie, als auch das Recht auf eine intakte Umwelt und den Schutz der Natur zu gewährleisten. Wie Studien des WWF zeigen, gibt es in Österreich noch ausreichend Ausbaupotential für die Wasserkraft ohne derart schwere Eingriffe in unser Naturerbe.
Weitere Informationen: Hier klicken!

Die Sieben Sünden des Staudammbaus


Eine internationale WWF Studie, die Staudammprojekte aus aller Welt vorstellt, welche sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien besonders widersprechen, listet den geplanten Ausbau des TIWAG Kraftwerks Kaunertal neben „Skandalkraftwerken“ wie Belo Monte in Brasilien oder Xayaburi in Laos auf.

Download der Studie "Seven Sins":
PDF-Dokument, 3,94 MB 2013 03 22_WWF Report_The Seven Sins of Dam Building
WWF Logo auf weißem Hintergrund, © by WWF
Dämpfer für die TIWAG: Kaunertal-Ausbau auf Rumpfprojekt zurechtgestutzt
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Feuerinstallation Natur, © by A.Vorauer
BILDER & VIDEO: Flammender WWF-Protest gegen Tiroler Skandal-Gesetz
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Murmeltier, © by Wild Wonders of Europe / Grzegor Lesniewski / WWF
Wildnisgebiet Ötztaler Alpen: Bedrohte Heimat der Murmeltiere
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Aktion Einmarsch der Tiere bei BM Rupprechter gegen das Kraftwerk Kaunertal, © by WWF_David Prokop
20.000 Unterschriften gegen Tiroler Megakraftwerk Kaunertal!
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