Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
70 Prozent mehr Nashörner in Afrika!
Wien, 14. März 2008 – Seit dem Start des WWF-Schutzprogramms 1997 ist die Zahl der afrikanischen Nashörner von 11.000 auf 18.500 Tiere angestiegen.
Wilderei wegen der kostbaren Hörner und Lebensraumverlust hatten die Bestände an den Rand des Aussterbens gedrängt.
Die Naturschutzorganisation rief daher ein großangelegtes Rettungsprogramm ins Leben, um gemeinsam mit Partnerorganisationen jene Staaten zu unterstützen, in denen noch Restbestände der urtümlichen Tiere erhalten waren. "Das Nashornprojekt in Afrika ist ein Musterbeispiel für erfolgreichen Artenschutz", erklärt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. "Die Trendumkehr gelang durch verbesserten Schutz, Umsiedlungsprojekte und Aufklärungskampagnen vor Ort." Jahr für Jahr wachsen die Bestände nun wieder um vier bis sieben Prozent.
Man unterscheidet zwei afrikanische Nashornarten. Die Anzahl der Spitzmaulnashörner erhöhte sich seit Mitte der 1990er Jahre von 2.600 auf 4.000. Der Bestand der Breitmaulnashörner – von denen vor rund 100 Jahren nur eine Handvoll überlebt hatte – erholte sich von knapp 8.500 auf 14.500.

Werden Sie jetzt Wildlife-Pate!
Trotz dieser Erfolge sieht der WWF noch keinen Grund zur Entwarnung und will seine Projekte konsequent fortsetzen. "Während sich die Situation in vielen Ländern des südlichen Afrikas sehr erfreulich darstellt, ist die Wilderei in Staaten wie der Demokratischen Republik Kongo und Simbabwe nach wie vor ein massives Problem." So berichtete der WWF erst im Januar von mindestens 67 getöteten Spitzmaulnashörnern in den Schutzgebieten Simbabwes. Grund sind politische Wirren, die Armut der Menschen und der enorm hohe Preis, der für das Horn auf asiatischen Schwarzmärkten erzielt wird.
Anfang des 20. Jahrhunderts lebten noch 400.000 Spitzmaulnashörner auf dem afrikanischen Kontinent. Vor allem die gnadenlose Jagd brachte die Dickhäuter an den Rand des Aussterbens. In den 1960er und 70er Jahren blühte der Handel mit dem namensgebenden Horn der Tiere. Seit 1977 untersagt das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES den internationalen kommerziellen Handel mit Nashornprodukten. Große Mengen werden jedoch nach wie vor in Asien illegal als Medizin verkauft oder landen als Dolchgriffe im Jemen.
Für einige der sechs bekannten Nashorn-Unterarten in Afrika kommt jedoch jede Hilfe zu spät. So gilt das westliche Spitzmaulnashorn seit fünf Jahren als ausgestorben. Auch das nördliche Breitmaulnashorn steht mit vermutlich nur noch vier lebenden Exemplaren vor dem Artentod.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













